Unfallserie auf Niederösterreichs Straßen

21. Februar 2009, 21:51
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In zwei Tagen 55 Unfälle mit insgesamt 71 Verletzten

St. Pölten - Eine Unfallserie auf Niederösterreichs Straßen hat am Freitag und Samstag die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Mehr als doppelt so viele Verkehrsunfälle mit Verletzten als im Vergleichszeitraum der Vorwoche - 55 gegenüber 23 - wurden von "144 - Notruf NÖ" koordiniert: 71 Verletzte, 22 davon schwer, wurden von Notfallteams des Roten Kreuzes, des Samariterbundes und der ÖAMTC-Flugrettung versorgt und in die Kliniken transportiert.

Vier Mal hob ein Christophorus Notarzthubschrauber ab, bei 15 Einsätzen kam der Notarzt per Fahrzeug. Die meisten Einsätze verzeichnete das Notarztteam des Roten Kreuzes Melk mit vier Alarmen zu Verkehrsunfällen, gefolgt vom NAW Korneuburg mit zwei.

Frontalzusammenstoß

Getötet wurde glücklicherweise niemand. Oft kamen Fahrzeuginsassen "wie durch ein Wunder" nicht noch mehr zu Schaden, war mehrmals von den Rettern zu hören. Auffällig war laut "144 - Notruf NÖ", dass bei mehr als der Hälfte der Unfälle (29) gleich mehr als eine Person verletzt wurde. Einer der häufigsten Unfallmechanismen waren Zusammenstöße von PKW, gefolgt von Überschlägen.

Die beiden schwersten Unfälle ereigneten sich am Freitag in Tulbing im Bezirk Tulln und am Samstag auf der Westautobahn: Auf der Kreuzung Richtung Nitzing, kurz vor Tulbing, kollidierten Freitagmittag zwei Pkw frontal, insgesamt wurden dabei drei Personen verletzt. Christophorus 2 flog einen Mann mit einer schweren Beckenfraktur ins Wiener AKH, Christophorus 9 einen weiteren mit einer offenen Schädelverletzung in das Landesklinikum Krems. Eine verletzte Frau wurde von Tullner Rotkreuzsanitätern in das Landesklinikum Donauregion Tulln eingeliefert.

Auffahrunfall

Bei zwei Auffahrunfällen auf der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) wurden Samstagnachmittag insgesamt vier Personen schwer verletzt, eine Person befindet sich in Lebensgefahr. Zunächst war ein Kleinbus in Fahrtrichtung Wien auf einen Sattelschlepper aufgefahren, der Lenker wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack geborgen werden. Er wurde mit Verletzungen am Kopf und im Augenbereich mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 2 ins Landesklinikum St. Pölten gebracht.

Nur wenige Minuten später ereignete sich im Staubereich dann ein Auffahrunfall. Ein ungarischer Pkw mit drei Insassen fuhr auf einen Lkw auf, wobei der Wagen bis zur Hälfte unter das Schwerfahrzeug geschoben wurde. Mit einem Kran hob die Feuerwehr das Fahrzeug hoch, um die drei zum Teil schwer verletzten Insassen gemeinsam mit dem Notarzt- und einem Rettungsteam des Roten Kreuzes Melk aus dem Wrack zu holen. Ein Mann musste noch am Unfallort in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden, er und der Beifahrer wurden ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert, der Lenker wurde ins Landesklinikum Mostviertel Melk transportiert. (APA)

 

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