USA räumen Tod von 13 Zivilisten bei Luftangriff ein

21. Februar 2009, 19:46
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Auch drei Taliban-Kämpfer ums Leben gekommen

Kabul - Bei einem der jüngsten US-Luftangriffe in Afghanistan sind 13 Zivilpersonen ums Leben gekommen. Dies sei das Ergebnis einer internen Untersuchung, räumten die amerikanischen Streitkräfte am Samstag ein. Bei den Attacken vom vergangenen Dienstag in der Provinz Herat seien ferner drei Taliban-Kämpfer getötet worden.

Ursprünglich hatten die Streitkräfte erklärt, den Luftschlägen seien 15 Aufständische zum Opfer gefallen. Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem afghanische Behörden den Tod von sechs Frauen und zwei Kindern gemeldet hatten. Dabei habe es sich um Mitglieder einer Nomadenfamilie gehandelt, hieß es. Ein amerikanischer Militärsprecher erklärte am Samstag, die Nachforschungen seitens der US-Streitkräfte belegten, wie ernst man die Vorwürfe ziviler Opfer nehme.

Die Vereinten Nationen teilten am vergangenen Dienstag mit, die Zahl der zivilen Gewaltopfer in Afghanistan sei im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Insgesamt wurden demnach 2.118 Menschen getötet, was einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aufständische waren für 55 Prozent oder 1.160 der Todesopfer verantwortlich, US-, NATO- oder afghanische Truppen für 39 Prozent oder 829 Menschen. Der Tod von rund 130 weiteren Personen konnte nicht eindeutig zugeordnet werden. (APA/AP)

 

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