Hoffenheim hält Bayern auf Distanz

21. Februar 2009, 14:38
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3:3 beim VfB Stuttgart - Ibertsberger und Janker ließen Dopingkontrollor warten - eine Sperre droht

Hoffenheim/Berlin - "Nach meinem Rechtsverständnis sollte nichts passieren. Dopingvorwürfe kann es nicht geben, weil bei uns nicht gedopt wird." Das sagt Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick zur Affäre um zwei seiner Kicker, den Österreicher Andreas Ibertsberger und Christoph Janker, die vor zwei Wochen um zehn Minuten verspätet zu einer Dopinkontrolle erschienen waren. Die Tests fielen negativ aus, doch der DFB-Kontrollausschuss ermittelt wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien. In einem ähnlichen Fall wurden vor zwei Jahren zwei Fußballer des italienischen Zweitligisten Napoli vom internationalen Sportgerichtshof CAS für zwei Jahre gesperrt. Einen Unterschied könnte machen, dass Daniele Mannini und Davide Possanzini damals den Dopingkontrollor eine halbe Stunde warten ließen. Am Montag bezieht Hoffenheim vor dem DFB Stellung.

Abgesehen davon erreichte Aufsteiger Hoffenheim am Samstag ein 3:3 beim VfB Stuttgart. Und vergrößerte den Vorsprung auf die Bayern aus München. Denn diese mussten sich daheim gegen den 1. FC Köln mit 1:2 geschlagen geben. Für die Erfolgsverwöhnten war dies die bereits dritte Niederlage in der vierten Partie der Rückrunde. Kein Wunder, dass Klubchef Karl-Heinz Rummenigge einen hochroten Kopf bekam und sprach: "Wir müssen jetzt ganz schnell die Kurve kriegen, und wir müssen schauen, dass wir am Mittwoch damit anfangen." An diesem Tag bestreiten die Bayern das Achtelfinalhinspiel der Champions League in Lissabon gegen Sporting. (red, DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 23. Februar 2009)

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    Andreas Ibertsberger droht wegen einer zu spät angetretenen Doping-Kontrolle eine Sperre.

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