Musiklehrer wegen Ehebruchs gehenkt

21. Februar 2009, 14:11
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Seit Jahresbeginn wurden 46 Menschen in der Islamischen Republik hingerichtet

Teheran - Ein wegen Ehebruchs zum Tode verurteilter Iraner ist im Norden des Landes hingerichtet worden. Wie die Zeitung "Etemad Melli" am Samstag berichtete, wurde der Mann am Donnerstag in der Stadt Sari gehenkt. Ursprünglich sollte der 50-jährige Musiklehrer wegen seiner Beziehung zu einer 17-Jährigen gesteinigt werden. Warum die Hinrichtung letztlich durch den Strick erfolgte, war zunächst nicht bekannt. Nach dem islamischen Recht, das im Iran gilt, steht auf Ehebruch Steinigung.

Seit Jahresbeginn sind damit 46 Menschen im Iran hingerichtet worden. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der Hinrichtungen auf 246, 2007 waren es nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International 317. Damit liegt das Land an zweiter Stelle nach China, was die Zahl der Hinrichtungen angeht. Im Iran steht die Todesstrafe auf Mord, Vergewaltigung, bewaffneten Raub, Drogenhandel und Ehebruch. (APA/AFP)

 

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