Berufung gegen Freisprüche im Mordfall Politkowskaja angekündigt

20. Februar 2009, 21:55
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Urteil wird wegen Verfahrensfehlern angefochten

Moskau - Einen Tag nach den Freisprüchen im Prozess um die Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja hat die Anklagebehörde Berufung angekündigt. Das Urteil werde wegen Verfahrensfehlern angefochten, sagte die Staatsanwältin Vera Paschkowskaja am Freitag in Moskau. Nach russischem Recht kann nur aus diesem Grund Berufung eingelegt werden.

Die drei Angeklagten waren am Donnerstag entgegen dem Willen der Staatsanwaltschaft freigesprochen worden. Die zwölf Geschworenen erklärten die beiden Brüder aus Tschetschenien und den früheren Polizisten aus Moskau einstimmig für nicht schuldig.

Politkowskaja, die für ihre kritischen Berichte über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien bekannt war, wurde am 7. Oktober 2006 im Aufzug ihres Wohnhauses in Moskau erschossen. Der mutmaßliche Mörder Rustam Machmudow floh nach Angaben der Staatsanwaltschaft ins Ausland. Dessen Brüder Ibragim und Dschabrail Machmudow sowie der ehemalige Polizist Sergej Chadschikurbanow standen seit November wegen Beihilfe zum Mord vor Gericht. (APA/AP)

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