Nur sechs Prozent der Flüchtlinge bekommen Asyl

20. Februar 2009, 20:10
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Besonders Tschetschenen haben immer weniger Chancen, zeigt das "Asylbarometer" des UNHCR

Wien - Drastisch zurückgegangen ist die Zahl der Menschen, die in Österreich Asyl bekommen. Das ergibt zumindest das "Asylbarometer" des UNHCR, des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen für den Jänner. Besonders Tschetschenen haben immer weniger Chance auf ein neues Obdach.

Die offiziellen Zahlen des Innenministeriums zeigen das Minus bei dieser sogenannten Anerkennungsquote, die angibt, wie oft der Asylgerichtshof positiv entscheidet. Im Gesamtjahr 2007 lag diese Quote noch bei 40 Prozent. Im Vorjahr fiel sie bereits auf 20 Prozent - und im heurigen Jänner waren es nur mehr sechs Prozent, 31 Menschen bekamen somit Asyl.

Besonders davon betroffen sind Russen, in den meisten Fällen Tschetschenen. Im Jahr 2007 waren es 83 von 100 Antragstellern, die einen positiven Bescheid bekommen haben. Im Jänner liegt der Wert bei 30 Prozent, kritisieren UNHCR und NGOs. (moe/DER STANDARD, Printausgabe, 21./22.2.2009)

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