OMV lehnt Preisnachlass bei Kerosin ab

20. Februar 2009, 19:23
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AUA wünscht sich von der Mineralölfirma einen Nachlass von 110 Millionen Euro

Wien - Die Lufthansa steht trotz der jüngsten Hiobsbotschaft (Verlust des halben Grundkapitals) weiter zu ihrem Angebot für die AUA. Allerdings verlangt sie die versprochenen Einsparungen von in Summe 225 Mio. Euro, allen voran einen "signifikanten Beitrag" der Lieferanten wie OMV und Flughafen Wien. Beide sollten nach AUA-Berechnungen etwa 110 Mio. Euro nachlassen.

Doch die OMV winkte bereits ab: "Wir befinden uns auf einem freien Markt, wo der Preis nach Angebot und Nachfrage entsteht. Preisnachlässe gibt es in dem System nicht", sagte ein OMV-Sprecher zum Standard. Auch die Bundeswettbewerbsbehörde habe im Vorjahr feststellt, dass sich die OMV gegenüber der AUA fair verhalte. Außerdem beliefere die OMV auch andere Airlines, nicht nur die AUA. Auf frühere Aussagen der Lufthansa, wonach die OMV in München billiger sei als in Wien, kontert die OMV, dass München ein größerer Markt mit mehr Volumen sei. Mit dem Flughafen hat die AUA am Donnerstag verhandelt. Ohne Ergebnis freilich.

Die Lufthansa habe das Angebot vor der Finanzkrise gelegt, nun müsse sichergestellt werden, dass die Vereinbarungen trotz Krise eingehalten werden, hieß es bei der Lufthansa. Wesentlich wird die EU-Entscheidung sein. Wenn Brüssel Auflagen erteilt, die einen Einstieg für die Lufthansa nicht sinnvoll machen, werden die Deutschen das auch nicht tun. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21./22.2.2009)

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