"Unheilbar Lesbisch"

20. Februar 2009, 17:46
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T-Shirt mit dem Aufdruck "Unheilbar Schwul", "Unheilbar Lesbisch" oder "Unheilbar Hetero" sollen die Diskussion in der katholischer Kirche kommentieren

Wien - Die Diskussion um die vermeintliche Heilbarkeit von Homosexualität, losgetreten vom einst designierten Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner, hat am Freitag auch den Platz vor dem Wiener Stephansdom erreicht. Die Grünen hatten dort ab der Früh ihre Wähl-Bar aus Wahlkampfzeiten aufgebaut und zur Unheil-Bar umfunktioniert. Verkauft wurden T-Shirts mit der Aufschrift "Unheilbar Schwul", "Unheilbar Lesbisch" oder "Unheilbar Hetero" - Orangenpunsch gab's gratis.

Es gehe darum, gegen die "unheilselige Diskussion" innerhalb der katholischen Kirche aufzutreten, begründete der homosexuelle Wiener Landtagsabgeordnete Marco Schreuder das Engagement. An dieser Notwendigkeit ändere auch der Rückzieher Wagners nicht: "Die Diskussion war ein schrecklicher Rückschritt für Österreich."

"Gesunde Orientierung"

Aus der Gesamtkirche sei zu der Causa primär Schweigen zu vernehmen gewesen, auch wenn die Wagner-Anhänger derzeit zurückstecken müssten: "Es scheint so, als hätten sich eher jene durchgesetzt, die uns als arme Geschöpfe Gottes, aber nicht als krank empfinden." Dabei sei klar, dass Homosexualität keine Krankheit, sondern eine gesunde sexuelle Orientierung sei.

Deshalb dürfe auch die Politik in dieser Frage nicht schweigen, weshalb nun auch gerade die Wiener Stadtregierung gefordert sei. So müsse verstärkt Aufklärung in den Schulen geleistet werden. Stattdessen werde ein entsprechendes rot-grünes Projekt verschleppt. (APA)

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    Der Wiener Landtagsabgeordnete Marco Schreuder: "Die Diskussion war ein schrecklicher Rückschritt für Österreich." Schreuder hier mir einem der T-Shirts.

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