HIV-Gentherapie ist zwar sicher, hilft aber wenig

21. Februar 2009, 14:43
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Behandlung mit Blutstammzellen erfüllt nicht die Hoffnungen der Wissenschafter

London - Eine neu entwickelte Gentherapie gegen die HIV-Infektion ist zwar sicher, aber wenig effektiv. Das ergab die bisher größte Studie zum Nutzen einer solchen Behandlung. Darin hatten Mediziner der Universität von Kalifornien in Los Angeles 74 HIV-Patienten Blutstammzellen verabreicht, die bei manchen Probanden das Molekül OZ1 trugen. Dieses soll die Vermehrung des Virus in der Zelle hemmen.

Keine Nebenwirkungen

Wichtigstes Ergebnis: Im Zeitraum von zwei Jahren erlitten die damit behandelten Patienten nicht häufiger Nebenwirkungen als die Mitglieder der Vergleichsgruppe. Die Hoffnungen auf einen therapeutischen Erfolg erfüllten sich dagegen kaum, wie die Mediziner im Magazin Nature Medicine berichten.

Zwar verringerte die Behandlung zeitweilig die Viruslast, aber nur in bescheidenem Maß. Allerdings hatten die gentherapeutisch behandelten Patienten höhere Werte der CD4-Zellen. Diese Immunzellen werden gewöhnlich durch das Virus zerstört, was eine Schwächung der Körperabwehr zur Folge hat. (APA/AP)

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