Austria Wien bastelt eifrig am Budget

20. Februar 2009, 16:27
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Vorstand Kraetschmer: "Wieder Top 3 im Ranking sein" - Betrag wird aber unter 16 Millionen Euro liegen - Acimovic und Schiemer sollen gehalten werden

Wien - Der FK Austria Wien, dessen erste Fußball-Bundesliga-Partie im neuen Jahr gegen Sturm Graz wegen gefrorenen Bodens im Horr-Stadion am Freitag abgesagt werden musste, arbeitet derzeit auf Hochtouren am Budget für die Saison 2009/10. Das ist auch kein leichtes "Match". Aber Präsident Wolfgang Katzian ist davon überzeugt, die erforderliche Lizenz wie im Vorjahr in erster Instanz und ohne Auflage zu erhalten.

Der Antrag samt Unterlagen muss bis 16. März bei der Bundesliga eingelangt sein. "Obwohl auch wir uns von den derzeit wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht abkoppeln können, haben wir keine Panik. Es wird bis zum 15. März noch viele Gespräche geben", sagte der für den wirtschaftlichen Bereich zuständige Austria-Vorstand Markus Kraetschmer am Freitag. Er rief auch in Erinnerung, dass in die neue Osttribüne im zweiten Halbjahr 2008 knapp fünf Millionen Euro aus der violetten Vereinskasse in das 10-Millionen-Projekt geflossen sei.

"Das Budget wird etwas geringer sein"

Ziel des aktuellen Tabellenvierten sei es aber, wie im laufenden Spieljahr im Budget-Ranking der Bundesliga unter den "Top 3" zu liegen. Der 37-jährige Vorstand räumte jedoch ein: "Das Budget wird etwas geringer sein als jenes im laufenden Spieljahr." Zurzeit wendet der Rekord-Cupsieger 16 Millionen Euro inklusive dem Amateur-Betrieb auf. Vom endgültigen Geldplan hängt es letztlich dann auch ab, wer von den elf Spielern, deren Verträge zu Saisonende auslaufen (Bazina, Standfest, Bak, Troyansky, Schiemer, Netzer, Acimovic, Sulimani, Mössner, Topic) am Verteilerkreis bleiben werden.

"Wenn das Budget endgültig steht, werden wir wir konkrete Verhandlungen aufnehmen. Die betroffenen Spieler wissen, wen wir behalten wollen, und andere können sich im Frühjahr mit Leistung aufdrängen", meinte Sport-Vorstand Thomas Parits. Einer, der unbedingt gehalten werden soll, ist Regisseur Milenko Arcimovic, in dessen Vertrag die Option bis 30. April gezogen werden muss. "Wir bieten ihm einen Zwei-Jahres-Vertrag an", so der Ex-ÖFB-Teamspieler.

Das gleiche gilt für Franz Schiemer, den es in die Fremde zieht. "Der Ball liegt bei ihm, wir sind mit unserem Angebot an ihn bis an die Grenze gegangen. Der Ball liegt bei ihm, er soll sich das gut überlegen, wir haben Zeit. Ich glaube, er ist sich nicht ganz sicher, weiß nicht so recht, was er machen soll", so Parits. Karl Daxbacher möchte den Innenverteidiger über den Sommer hinaus ebenfalls weiter im Kader haben. Mit Dragovic, Madl oder Metz hätte der Trainer aber Alternativen zur Verfügung.

Die winterliche Transfermarkt ging ohne Austria-Aktivitäten zu Ende. "Unser Kader ist gut. Wir sind in der Liga und im Cup noch dabei und hoffen, von schweren Verletzungen verschont zu blieben sowie in den 14 Liga-Spielen und Cup-Partien über die Runden zu kommen", meinte Parits, der in der Winterpause auch mit Roland Linz, den es letztlich vom SC Braga zu den Grasshoppers nach Zürich verschlagen hat, verhandelt hatte. "Wie andere Gespräche ist aber auch dieses aus finanziellen Gründen gescheitert", so Parits. (APA)

 

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