Moody's sieht Österreichs Triple-A "nicht unter Druck"

20. Februar 2009, 14:42
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Lead-Analyst: Österreich, Deutschland, Frankreich und die Schweiz für Finanzkrise relativ gut aufgestellt

Wien - Österreichs höchste Bonitätseinstufung "Triple-A" ist nach Ansicht von Moody's trotz der Verflechtung der Banken des Landes mit Osteuropa nicht in Gefahr. Das hätten Stresstests der Ratingagentur ergeben, in denen Schockwirkungen auf dem Bankensektor simuliert wurden, sagte der Analyst Alexander Kockerbeck der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag in einem Interview.

Die Frage, ob Österreichs Rating unter Druck geraten sei, verneinte Kockerbeck. "Wir haben Österreich als resistent eingestuft in dieser Krise, in der wir explizit auch Risiken aus dem Bankensektor einschließen", sagte er. Das von Moody's angenommene Szenario gehe von einem sehr schwierigen Umfeld und Problemen auf dem Bankensektor aus.

Gut aufgestellt

Kockerbeck verwies gegenüber Reuters auf einen vergangene Woche von Moody's veröffentlichten Bericht. Darin wurden Österreich, Deutschland, Frankreich und die Schweiz als jene Länder eingestuft, die am besten aufgestellt seien, um die Finanzkrise zu überstehen.

Schockwellen im Markt hatte jedoch ein anderer Bericht von Moody's ausgelöst, der davor warnte, dass sich die Finanzkrise in Osteuropa auf Banken im Westen auswirken könnte, die in der Region aktiv sind. Die österreichischen Banken gehören zu den größten Kreditgebern in Osteuropa.

Als Reaktion auf diese Warnung erlebten osteuropäische Aktien, Anleihen und Währungen einen massiven Abverkauf. Zugleich stiegen die Risikoaufschläge auf österreichische Anleihen und CDS auf Rekordhöhe. "Die starke Reaktion am Markt, CDS Spreads und so weiter, können wir mit unseren Tests nicht bestätigen", sagte Kockerbeck. (APA)

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