"Höllische Verträge"

HRE braucht noch mehr Staatsgeld

20. Februar 2009 17:37

Der Münchner Immobilienfinanzierer steht offenbar noch viel schlechter da als angenommen

Berlin - Die Hiobsbotschaften aus dem Hause Hypo Real Estate (HRE) reißen nicht ab. Offenbar steht der Münchner Immobilienfinanzierer, dem der deutsche Staat und Banken schon mit 102 Milliarden Euro unter die schwächelnden Arme gegriffen haben, noch sehr viel schlechter da als angenommen.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, die HRE habe knapp eine Billion Euro verliehen. Das Geld habe sie selbst auf dem Kapitalmarkt geborgt und müsse es nun laufend mit neuen Krediten refinanzieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Finanzexperten der Unions-Fraktion, Jochen-Konrad Fromme, der Mitglied im parlamentarischen Kontrollgremium des Bankenrettungsfonds SoFFin ist. Er wird mit den Worten zitiert: "Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir es mit einer solchen Dimension zu tun bekommen." Seiner Meinung nach könnten die Folgen für die Finanzmärkte noch dramatischer sein als beim Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers. "Wir stecken in höllischen Verträgen."

Chance Verstaatlichung

In der geplanten Verstaatlichung der Bank sieht der Finanzexperte eine Möglichkeit: "Der Staat mit seiner besonderen Kreditwürdigkeit erhält natürlich niedrigere Zinsen auf dem freien Markt und könnte die Geschäftssituation wieder ins Lot bringen."

Das entsprechende "Rettungsübernahmegesetz" hat die Berliner Regierung bereits auf den Weg gebracht. Derzeit verhandelt das Finanzministerium noch mit dem US-Investor Christopher Flowers, der 25 Prozent der Aktien hält. Er verlangt drei Euro pro Aktie - fast das Doppelte des aktuellen Werts.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) muss der Staat auf jeden Fall noch mehr Geld (in Form von höheren Garantien und mehr Eigenkapital) in die HRE pumpen. Die Rede ist von weiteren 20 Milliarden Euro. Aktuell besteht die Gefahr, dass der Münchner Immobilien- und Staatsfinanzierer nur noch eine Kernkapitalquote von vier Prozent erreicht. Dann müsste die Bankenaufsicht nach Ansicht von Experten die Bank gänzlich dichtmachen. (bau, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21./22.2.2009)

Ernst Dorfner
21.02.2009 10:57
WiissenSIE, was sie tun?

Wissen sie, was sie tun?

Nur H. Androsch und K. Raydl haben in einer Gesprächsrunde (Bank)Bilanzen als zentral thematisiert. Die Vorschläge zur Bekämpfung der Bankenkrise finden ja auf der Aktiv- oder/und der Passivseite ihren Niederschlag. Damit wird erst klar, was etwa die Verstaatlichung der Hypo Real Estate.bedeutet. Diese beschäftigt sich u.a. mit der Staats- und Infrastrukurfinanzierung. Damit stehen auf der Aktivseite der HRE-Bilanz Verbindlichkeiten des Staates und auf der Passivseite Forderungen des Staates gegen die Bank. Der Staat ist zugleich Schuldner und Gläubiger der Bank. Dass dies.von den Pölitikern und Ökonomen nicht erkannt wird, lässt das Schlimmste befürchten. Den Kol

saint vitus
20.02.2009 22:24
nur kein panik auf der titanic

eine milliarde, meine fresse, na und?

star observer
23.02.2009 11:52

1000 milliarden

Bankster, halb Banker, halb Gangster
20.02.2009 13:59

so leid es mir tut folks, aber das wird "das system" nicht mehr halten können.

Franz Waschbär
21.02.2009 08:35
nicht so pessimmistisch

... ein paar jahre quantitative easing und alles wird gut.

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