Teilumbau im Theater an der Wien

20. Februar 2009, 14:29
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Hinterbühne sowie Zugänge und Vorplatz des Stagione-Opernhauses neu gestaltet

Wien - Das Theater an der Wien wird für insgesamt 2,1 Millionen Euro umgebaut. Ab Sommer werden Teile der Hinterbühne sowie Zugänge und der Vorplatz des Stagione-Opernhauses neu gestaltet. Die Mittel dafür kommen aus dem 2,5 Millionen Euro umfassenden Kultur-Konjunkturpaket der Stadt, das der zuständige Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Freitag gemeinsam mit Finanzstadträtin Renate Brauner präsentierte.

Insgesamt stehen dem Kulturressort 2009 rund 15,6 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Davon wurden 13,1 Millionen Euro als reguläre Budgeterhöhung veranschlagt. Die restlichen 2,5 Millionen Euro werden als zusätzliche "konjunkturbelebende Maßnahmen" zur Verfügung gestellt. Ein Großteil dieser Summe kommt den notwendigen Arbeiten im Theater an der Wien zugute.

Der Zeitplan

Das Projekt soll in drei Etappen realisiert werden und bis 2011 abgeschlossen sein, sagte Thomas Drozda, geschäftsführende Direktor der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), zu denen auch das Theater an der Wien gehört. Konkret ist der Einbau einer Hubbühne, die Installation eines Personenlifts von der Unterbühne bis zum Dachgeschoß und die Adaption des Personen- und Lieferzugangs geplant. Außerdem soll die Verladesituation an der Hinterseite des Hauses optimiert und der Theatervorplatz umgestaltet werden.

Was die schon seit längerem angedachte Glas-Installation der Künstlerin VALIE EXPORT im Eingangsbereich betrifft, werde weiterhin verhandelt, so Drozda auf Nachfrage von Journalisten. Bei der Realisierung der Konstruktion gebe es statische Schwierigkeiten, hieß es.

Mittel auch für Theater im Nestroyhof

"Durch diese Baumaßnahmen können wir Lagermöglichkeiten erweitern, Aufbauzeiten verkürzen und die Sicherheit maßgeblich verbessern", erläuterte Drozda die Vorteile. So benötige man für die Produktion "Partenope", die am Sonntag Premiere hat, drei bis vier Tage Zeit für Bühnen- und Deko-Vorbereitung. Nach den Umbauten könnte dieser Zeitaufwand um mindestens 25 Prozent reduziert werden. Der Spielbetrieb wird laut VBW-Chef durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Die restlichen 400.000 Euro aus dem Investitionsbündel fließen an das Theater im Nestroyhof. Sie werden für größere Renovierungsvorhaben wie etwa die Sanierung der Glasdecke und des Heizungs- und Belüftungssystems sowie für die Schaffung zusätzlicher Notausgänge verwendet. Insgesamt stehen der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft heuer 230,62 Mio. Euro zur Verfügung. (APA)

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