Literatur im Schulbuch nicht ungefragt veränderbar

20. Februar 2009, 12:48
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Rechteinhaber müssen zustimmen - auch wenn Texte an neue Rechtschreibung angepasst werden

Wien - Änderungen an literarischen Texten bei der Verwendung in Schulbüchern - etwa Anpassung an Rechtschreibregeln - brauchen zukünftig die Zustimmung des Rechteinhabers. Diese Einigung wurde laut Unterrichtsministerium bei einer Enquete am Donnerstag erzielt. Die Vertreter der Autoren und Verlage haben beschlossen, bis Ende Juni eine vertragliche Vereinbarung auszuarbeiten.

Dieses Agreement soll "sowohl die Interessen der AutorInnen als auch der Verlage angemessen" berücksichtigen. Rechteinhaber hatten sich zuvor seit geraumer Zeit darüber beschwert, dass für die Nutzung in Schulbüchern unautorisierte Veränderungen an literarischen Texten vorgenommen wurden. Die IG Autorinnen Autoren hatte für den Fall, dass es bei der Enquete zu keiner Einigung kommen werde, einen Musterprozess angekündigt, bei dem Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als Klägerin aufgetreten wäre. (APA)

 

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