Keine Überraschung

20. Februar 2009, 12:02
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Wien - Der Chef des österreichischen Interessenverbandes für Anleger, Wilhelm Rasinger, zeigt sich trotz der jüngsten Verlust-Meldung der AUA gelassen. "Das regt mich jetzt nicht mehr auf", sagte er am Freitag. Damit werde im Zuge der Bilanzerstellung nur "juristisch nachvollzogen, was ohnehin schon bekanntgewesen ist". 2008 sei ein sehr schlechtes Jahr 2008 für die AUA gewesen, daher sei die gestrige Ad-hoc-Meldung - wonach die kumulierten Verluste Ende Jänner das halbe Grundkapital der AG aufgezehrt haben - "keine Überraschung mehr" gewesen. Begrüßenswert sei das Vorziehen der Hauptversammlung auf April.

Die Situation der heimischen Airline ist nach Ansicht des Anlegerschützers aber weiter "ernst". Angesichts der weiteren Verluste spiele "der Faktor Zeit". "Schluss mit lustig", sagte Rasinger. Jetzt dürfe es nicht mehr um Verhandlungen gehen, sondern um die Umsetzung umfassender Maßnahmen.

Wie die AUA-Führung befürchtet auch Rasinger keine Zahlungsunfähigkeit der heimischen Airline. "Ich habe nicht den Eindruck, dass es ein Insolvenz-Szenario gibt", unterstrich Rasinger. Unter normalen Umständen müsste die AUA mit dem staatlichen Notkredit von 200 Mio. Euro und dem geplanten Sparpaket von 225 Mio. Euro das Auslangen finden. Kritisch sieht Rasinger, dass die 200 Mio. Euro vor allem zur Schuldentilgung dienen, denn damit sei die Rettungsbeihilfe für die AUA indirekt eigentlich ein Bankenpaket. (APA)

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