Lufthansa-Deal nicht gefährdet

20. Februar 2009, 11:32
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"Das heißt, dass es nicht besonders gut läuft" - Aktie schmiert um 7,8 Prozent ab

Wien - Die jüngste Krisenmeldung von der AUA dürfte das Lufthansa-Management nicht überrascht haben, so der Tenor heimischer Analysten. Der Aktienmarkt zeigte sich zumindest wenig erfreut über die am Vorabend vermeldete Nachricht, der Verlust der Fluglinie werde 2008 kumuliert mit Jänner 2009 die Hälfte des Grundkapitals erreichen - die AUA-Aktien schmierten bis 11:20 Uhr um 7,21 Prozent auf 3,09 Euro ab.

"Positiv sind solche Nachrichten natürlich nicht", sagte Christoph Schultes von der Erste Group. Sie würden die negative Haltung der Erste Group-Analyseabteilung zur AUA - das Investmenthaus empfiehlt die Aktien mit "Sell" zum Verkauf - seit den negativen Äußerungen der EU-Kommission zum AUA-Lufthansa-Deal bestätigen. "Das heißt, dass es nicht besonders gut läuft", so Schultes. Für das geplante Zusammengehen der beiden Fluglinien werde sich laut Schultes jedoch nichts ändern. "Da gibt es wohl keine Veränderungen. Die Lufthansa hat eine Due-Diligence-Prüfung gemacht und ist gut informiert über die AUA", sagte der Erste-Analyst.

In die gleiche Kerbe schlagen Paul Wessely von Unicredit und Bernd Maurer von der RCB. Die Lufthansa wisse über die Situation der AUA gut Bescheid. Die Nachrichten "spiegeln die sehr angespannte Situation der AUA wider", so Maurer. Die Zahlen kämen für den Markt jedoch "nicht überraschend". Beide Analysten verwiesen ebenfalls auf die Due-Diligence-Prüfung und sind sich auch bei der Anlageempfehlung für die AUA-Titel einig. Sie lautet bei beiden Experten auf "Hold". (APA)

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