Heuer mehr Österreicher auf närrischen Veranstaltungen

20. Februar 2009, 11:31
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Der Einzelne gibt laut Umfrage aber einen Euro weniger als im Vorjahr aus

Der tristen Finanzkrise versuchen 68 Prozent der Österreicher heuer offenbar auf närrischen Veranstaltungen zu entgehen. Das ergab eine Umfrage der Makam Market Research GmbH. Im Vorjahr nahmen 60 Prozent an solchen Veranstaltungen teil. Heuer fließt um 20 Prozent mehr Geld in Veranstaltungen und Gastronomie, obwohl der Einzelne weniger als im Vorjahr ausgibt.

Laut Umfrage besuchen heuer 23 Prozent - und somit fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr - einen Faschingsball, 19 Prozent einen Umzug (2008: 16 Prozent) und 14 Prozent ein Gschnas (2008: Zwölf Prozent). 41 Prozent feiern mit der Familie oder Freunden - im Vorjahr waren es noch 29 Prozent. Der Anteil jener, die sich vom närrischen Treiben nicht aus der Reserve locken lässt, ist von 40 Prozent im Jahr 2008 auf 32 Prozent gesunken.

40 Prozent der Österreicher geben Geld für Veranstaltungen und Gastronomie im Fasching aus, 2008 waren es 31 Prozent. Der einzelne Gast ist etwas sparsamer als im vergangenen Jahr. Mit etwa 46 Euro pro Kopf gibt er einen Euro weniger aus. Das schlägt sich insgesamt trotzdem mit einem Plus nieder: Laut Makam fließen heuer um rund 20 Prozent mehr in Veranstaltungen und Gastronomie.

Auch der Handel profitiert vom lustigen Treiben: 17 Prozent der heimischen Bevölkerung kauft Kostüme, 13 Prozent Dekoration. Das bringt einen Umsatz von rund 37 Millionen Euro - nach Angaben des Instituts eine Zunahme vom rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2008 wurden noch 22 Euro pro Käufer ausgegeben, heuer sind es knapp 23 Euro. Zusätzlich ist auch die Anzahl der Käufer um drei Prozent gegenüber 2008 gestiegen. Die telefonische Umfrage wurde zwischen Ende Jänner und Anfang Februar unter 500 Teilnehmern ab 15 Jahren durchgeführt. (APA)

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    Lachen gegen die Krise: Heuer mehr Österreicher auf närrischen Veranstaltungen

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