CO2 gegen Klimaerwärmung?

21. Februar 2009, 20:47
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Bevor CO2 als Klimakiller die öffentliche Diskussion dominierte, gab es das Ozonloch. Es löste das die 1980er-Jahre beherrschende Waldsterben ab

Das Ozonloch ist inzwischen zwar nicht viel kleiner geworden, aber die Situation scheint im Griff zu sein. (Bekanntlich schützt uns Ozon [O3] in der obersten Luftschicht vor gefährlicher UV-Strahlung, während Ozon auf dem Boden die Atemwege reizt.) Der Hauptverursacher war schnell gefunden und leicht zu vermeiden: Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) wurden durch Fluor-Kohlenwasserstoffe (FKW) ersetzt, etwa in Klimaanlagen. Bei den diversen Sprays gab es eine Vielzahl an Möglichkeiten, FCKWs zu ersetzen, also auf Substanzen umzusteigen, die die Ozonschicht nicht schädigen. Ein Problem blieb: FKWs schädigen zwar die Ozonschicht nicht, haben aber eine 1400-mal höheres Treibhauspotenzial als das CO2.

Nächster Schritt also: FKW muss weg. Das scheinbar Paradoxe daran: CO2 eignet sich hervorragend als Ersatz dafür, obwohl es auch den Treibhauseffekt fördert - aber eben 1400-mal weniger. Das ist der Grund, warum die EU das heute übliche FKW-Kühlmittel (R 134a) in Klimaanlagen für Pkws und leichte Nutzfahrzeuge ab 2011 verbietet (mit Übergangsfrist bis 2017). Technisch ist das zwar eine Herausforderung, aber kein Problem, es muss nur umgesetzt werden. Außerdem erreicht man bei den neu konstruierten CO2-Klimaanlagen auch einen besseren Wirkungsgrad. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/20.2.2009)

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