Schwere Ausschreitungen nach Bombenanschlag im Nordwesten

20. Februar 2009, 15:42
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Explosion bei Moschee während religiöser Trauerzeremonie von Schiiten - Mindestens 20 Menschen wurden getötet

Dera Ismail Khan - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen schiitischen Trauerzug in Pakistan sind am Freitag 27 Menschen getötet worden. Augenzeugen in Dera Ismail Khan sagten der Polizei, ein Motorradfahrer habe den Attentäter abgesetzt, der dann in die Menschenmenge gerannt sei. Nach dem Anschlag setzten wütende Bürger Geschäfte in Brand und plünderten Läden. Kurzzeitig waren auch Schüsse zu hören. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre. Im November waren in der Stadt zehn Menschen bei einem ähnlichen Anschlag getötet worden.

Dera Ismail Khan liegt im Nordwesten Pakistans, wo es viel Unterstützung für die radikal-islamischen Taliban und die Al-Kaida gibt. Beide Gruppen sind sunnitisch wie die Mehrheit der 170 Millionen Pakistaner. Seit den 80er Jahren kommt es in dem Land immer wieder zu Gewalt zwischen ihr und die Schiiten, die 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Der Trauerzug am Freitag ehrte einen Schiiten, der vor Vortag niedergeschossen worden war. (Reuters)

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