Wiener Börse am Freitag: ATX schließt sehr schwach

20. Februar 2009, 18:36
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ATX Five-Werte geschlossen im Minus - voestalpine geben um 8,97 Prozent nach

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei moderatem Volumen mit sehr schwachen Notierungen beendet. Der ATX fiel 47,55 Punkte oder 3,14 Prozent auf 1.465,39 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 15 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.480 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -2,04 Prozent, DAX/Frankfurt -4,75 Prozent, FTSE/London -3,16 Prozent und CAC-40/Paris -4,24 Prozent.

Der Wiener Aktienmarkt hat die Handelswoche so beendet, wie er sie begonnen hatte: blutrot. Der ATX notierte von Beginn weg in der Verlustzone und driftete im Verlauf noch tiefer nach unten. Die Abschläge zogen sich quer durch alle Branchen und wurden von den sehr schwachen Vorgaben aus den USA und Asien verursacht.

Die Schwergewichte aus dem ATX Five sorgten allein für Abschläge im ATX in der Höhe von beinahe 40 Punkten. In einem schwachen europäischen Branchenumfeld verloren OMV 5,21 Prozent auf 19,10 Euro. Doch auch von der voestalpine und dem Verbund ging Druck auf den ATX aus. voestalpine schlossen um 8,97 Prozent tiefer bei 13,50 Euro und Verbund ermäßigten sich um 5,45 Prozent auf 26,22 Euro.

Auch im Bankensektor gab es nichts Positives zu vermelden. Erste Group brachen um 5,75 Prozent auf 7,37 Euro ein und beendeten damit einen "Horror-Woche" - die Titel waren ATX-Wochenverlierer mit einem Wertverlust von knapp 25 Prozent. Hier wirkten sich einem Händler zufolge die Nachrichten der Schweizer UBS negativ aus, wonach die US-Regierung auf die Konten der Bank Zugriff erhält. Nun sei das Bankengeheimnis der Schweiz infrage gestellt. Die Aktien des Mitbewerbers Raiffeisen International schlossen gegen Trend mit einem Aufschlag von 0,48 Prozent bei 14,70 Euro.

Abwärtsging es für die Aktien der AUA, die um 4,20 Prozent auf 3,19 Euro fielen. Die Lufthansa steht trotz der jüngsten Verlustmeldung weiter zu ihrem Angebot für die Austrian Airlines. Ein Händler machte die Verlustmeldung für den Kursabschlag verantwortlich.

Seine Rekordergebnisserie unterbrochen hat Semperit. Das Unternehmen konnte seine Serie von 17 Rekordergebnissen in Folge nicht fortsetzen. Der Umsatz lag 2008 bei 655,3 nach 607,8 Mio. Euro und damit noch um 7,8 Prozent höher als im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank jedoch um 2,5 Prozent auf 58,1 (59,6) Mio. Euro. Semperit-Aktien fielen um 0,07 Prozent auf 15,24 Euro.

Positive Ausnahmen waren selten. Zu ihnen gehörten die Aktien von Immofinanz und Immoeast, die um 2,74 Prozent auf 0,75 Euro bzw. um 2,60 Prozent auf 0,79 Euro dazu gewannen. Mitbewerber conwert gab hingegen um 3,85 Prozent auf 4,00 Euro nach. Die UniCredit hat das Anlagevotum für die Papiere der heimischen Immobiliengesellschaft conwert von "buy" auf "hold" gesenkt. Das Kursziel wurde von 7,70 auf 4,70 Euro gekürzt.

Intercell setzten ihren Aufwärtstrend vom Vortag fort mit einem Plus von 2,75 Prozent auf 24,66 Euro. Dagegen stellten Wienerberger mit einem Kursminus von 9,32 Prozent auf 7,49 Euro den schwächsten Wert im ATX. Im Wochenvergleich sind die Aktien damit um rund 19 Prozent gefallen. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. LINZ TEXTIL HOLDING AG           +25,15 Prozent
2. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH.    +5,19 Prozent
3. KTM POWER SPORTS AG               +3,90 Prozent
4. PANKL RACING SYSTEMS AG           +3,53 Prozent
5. INTERCELL AG                      +2,75 Prozent
6. IMMOFINANZ AG                     +2,74 Prozent
7. MAYR-MELNHOF KARTON AG            +2,74 Prozent
8. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            +2,72 Prozent
9. ZUMTOBEL AG                       +2,61 Prozent
10. IMMOEAST AG                      +2,60 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. HIRSCH SERVO AG                   -9,62 Prozent
2. WIENERBERGER AG                   -9,32 Prozent
3. VOESTALPINE AG                    -8,97 Prozent
4. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD         -7,93 Prozent
5. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG        -7,04 Prozent
6. FLUGHAFEN WIEN AG                 -6,42 Prozent
7. SKYEUROPE HOLDING AG              -6,25 Prozent
8. ERSTE GROUP BANK AG               -5,75 Prozent
9. A-TEC INDUSTRIES AG               -5,59 Prozent
10. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A    -5,45 Prozent

 

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