"Lasst den IE6 endlich sterben"

20. Februar 2009, 09:45
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Web-EntwicklerInnen drängen die UserInnen zunehmend zum Upgrade - Alte Version des Microsoft-Browsers macht jede Menge Zusatzarbeit

In den vergangenen Jahren gab es deutliche Fortschritte in Richtung Vereinheitlichung des Webs: Die meisten Browser haben ihre Unterstützung für die Webstandards des W3C erheblich ausgebaut, selbst der Internet Explorer hat seinen jahrelangen Sonderweg verlassen und will sich künftig strikt an die Vorgaben halten.

IE6

Also bereits alles gut in der Welt der Web-Entwicklung? Weit gefehlt: Als problematisch erweisen sich dabei primär die Altlasten der Internet-Geschichte, im konkreten der Internet Explorer 6. Vor nicht weniger als sieben Jahren erschienen - in einer Zeit also, zu der zum Beispiel noch nicht einmal ein Nintendo Gamecube erhältlich war - gehört die Programmversion im Softwareumfeld bereits zu so etwas wie der antiken Vorgeschichte.

Speziell

Eine Vergangenheit, die den Web-EntwicklerInnen allerdings immer noch nachhängt: Denn weltweit benutzen weiterhin rund 20 Prozent aller Internet-UserInnen die grob veraltete Version des Microsoft-Browsers. Eine Gruppe, die so groß ist, dass es sich viele Seiten schlicht nicht leisten können auf sie zu verzichten - und weiter jede Menge an speziell für den IE6 angepassten Sonderlösungen entwickeln müssen.

Abschied

Genau dazu rät aber nun eine neue Kampagne: Indem die Unterstützung für den IE6 aufgegeben wird, soll der Druck zum Upgrade für die BenutzerInnen des Microsoft-Browsers erhöht werden. Mit dem "IE Death March" will man gemeinsam jene Seiten sichtbar machen, die sich zu einem solchen Schritt entscheiden, und so wohl auch eine gewisse Vorbildwirkung erzielen.

Hilfe

Ein Schritt, zu dem sich nun auch eine Reihe von norwegischen Seiten entschieden hat. Für eine Art Frühjahrsputz des norwegischen Webs sucht man nun Nachahmer - und gibt dazu auch gleich Hilfestellung in Form eines Wikis. (red)

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