Swiss Life 2008 mit Gewinneinbruch

20. Februar 2009, 08:30
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Für seine MLP-Beteiligung nahm der Lebensversicherer eine Wertberichtigung von rund 100 Millionen Euro auf

Zürich - Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat 2008 trotz Milliardenerlösen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen einen herben Gewinnrückgang erlitten. Der Gewinn sank wegen Abschreibungen und realisierten Verlusten auf Kapitalanlagen infolge der Finanzkrise auf 340 Mio. Franken (228 Mio. Euro) ab, von 1,37 Mrd. Franken im Jahr davor. Außerdem nahm Swiss Life für seine MLP-Beteiligung eine Wertberichtigung von rund 100 Mio. Euro vor.

Swiss Life will nach Angaben vom Freitag fünf Franken je Aktie in Form einer Nennwertrückzahlung an die Aktionäre ausschütten. Im Vorjahr hatten die Anteilseigner noch 17 Franken erhalten.

Das Eigenkapital sank deutlich von 7,24 auf 6,6 Mrd. Franken. Swiss Life verfügt damit eigenen Angaben zufolge aber über eine solide Kapitalausstattung. Die Solvabilitätsquote auf IFRS-Basis betrug zum Jahresende rund 160 Prozent.

Swiss Life hatte die rund 24-prozentige Beteiligung am deutschen Finanzmakler MLP im August für 470 Mio. Franken von AWD-Chef Carsten Maschmeyer erworben, nachdem die Schweizer dessen Unternehmen geschluckt hatten. MLP wehrt sich jedoch gegen seinen unerwünschten Großaktionär, die Beteiligung hat sich zunehmend als Klotz am Bein erwiesen. Sie gilt neben der Unsicherheit über einen möglichen weiteren Abschreibungs- und Kapitalbedarf als ein Grund für den Absturz der Swiss-Life-Aktie, die seit Jahresbeginn 40 Prozent des Börsenwertes verloren, nachdem der Kurs bereits 2008 um ein Viertel nachgegeben hatte. (APA/Reuters)

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