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Ottawa - Bei seinem ersten Auslandsbesuch seit der Amtseinführung im Jänner hat US-Präsident Barack Obama am Donnerstag auf eine längere Begegnung mit den Bürgern verzichtet. Obama winkte den tausenden Anhängern und Zaungästen in Ottawa nur kurz von der Treppe am Parlament zu. Der siebenstündige Besuch beim nördlichen Nachbarn stand im Zeichen der Finanzkrise und der internationalen politischen Zusammenarbeit.
Bei Obamas Gesprächen mit dem kanadischen Premierminister Stephen Harper stand die Konjunkturkrise im Mittelpunkt. Obama wollte die Sorgen des Nachbarlands vor protektionistischen Tendenzen in den USA zerstreuen, wie es aus seinem Umfeld hieß. Die USA und Kanada sind die größten Handelspartner der Welt, täglich passieren Güter im Wert von 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) die Grenze.
Zusammenarbeit
Die USA und Kanada wollen bei der Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Energietechnik zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Abkommen soll nach Angaben aus US-Regierungskreisen noch am Donnerstag bekanntgegeben werden.
Auch der Militäreinsatz in Afghanistan war ein Thema des Besuches. Kanada beteiligt sich mit 2750 Soldaten an dem NATO-geführten Einsatz, der nach dem Willen der USA deutlich ausgeweitet werden soll.
Obama hatte vor der Reise klargemacht, dass er von Kanada keine weiteren Kampftruppen erwartet, aber auf Unterstützung für seine Pläne zum zivilen Wiederaufbau des Landes hoffe. Nach einer Pressekonferenz mit Harper (gegen 21.00 Uhr MEZ) wollte Obama am Abend nach Washington zurückkehren. (APA/Reuters)
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