Moser gegen Ausgliederungen

19. Februar 2009, 19:30
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Belegschaftsvertreter fühlen sich von Geschäftsführung zu wenig informiert

Der ORF-Zentralbetriebsrat hat sich am Donnerstag versammelt, um die aktuelle Situation des Unternehmens und die gemeinsame Linie beziehungsweise Strategien zu besprechen. Laut Zentralbetriebsratsobmann Gerhard Moser wurden dabei auch Arbeitsgruppen gegründet. Eine Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit bereits aufgenommen und behandelt das Thema Ausgliederungen von ORF-Bereichen. "Hier ist der Standpunkt nach wie vor eindeutig: Wir sind gegen Ausgliederungen", so Moser. "Ausgliederungen bringen eine Unmenge an sozialen und arbeitsrechtlichen Problemen und der wirtschaftliche Nutzen ist alles andere als unumstritten", so der ZBR-Chef.

Handlungsbedarf ortet Moser auch bei den sogenannten prekären Arbeitsverhältnissen - "die soziale Lage ist hier in vielen Fällen eine dramatische". Eine Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema beschäftigt, wurde am Donnerstag ins Leben gerufen.

Kritik an hausinterner Kommunikationspolitik

Unmut gab es über die Informationspolitik der ORF-Geschäftsführung. Für Unmut unter den Belegschaftsvertretern sorgte einmal mehr die hausinterne Kommunikationspolitik. Diese erfolge nach dem Motto "nach außen hui, nach innen pfui". "Wir lesen in den Gazetten, was die Geschäftsführung plant", kritisierte Moser. Über etwaige Pläne, Korrespondentenbüros aufzulösen oder den Standort zu wechseln, müsse ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz seine Betriebsräte informieren, findet der oberste Belegschaftsvertreter. "Wir gehen daher davon aus, dass wir die Strukturpläne nicht erst mit einem Paukenschlag knapp vor, oder sogar erst während der Stiftungsratssitzung am 2. April erfahren, sondern dass wir laufend über den Stand der Entwicklungen informiert werden. Das wäre ein halbwegs vernünftiger Umgang mit den Belegschaftsvertretern." (APA)

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