Sarkozy braucht 700 Polizisten bei Besuch in 1600-Einwohner-Nest

19. Februar 2009, 19:38
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Nach mehreren Zwischenfällen bei Ortsterminen

Paris - Nach mehreren Zwischenfällen bei Ortsterminen wollte der französische Präsident Nicolas Sarkozy nun kein Risiko mehr eingehen: Seinen Besuch des 1600-Einwohner-Örtchens Daumeray im Loiretal ließ Sarkozy von 700 Polizisten und Gendarmen absichern. Das bestätigte am Donnerstag die Gendarmerie von Angers. Sarkozy hatte in dem Dorf unter anderem einen Bauernhof besichtigt und sich dort zur Modernisierung der französischen Landwirtschaft geäußert. In den Wochen und Monaten zuvor hatte Sarkozy sich mehrfach über Demonstrationen bei seinen Auftritten in der Provinz geärgert.

Im nordfranzösischen Ort Saint-Lô hatte ein Demonstrant in Anlehnung an den Protest gegen den früheren US-Präsidenten George W. Bush mit Schuhen geworfen. Daraufhin ließ Sarkozy zwei hochrangige Beamte des Départements wegen "professioneller Fehler" strafversetzen. Beim Besuch einer Autofirma wurden alle Angestellten bis auf eine handverlesene Auswahl vorübergehend nach Hause geschickt. (APA/dpa)

 

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