Vulkan Chaiten erneut ausgebrochen

19. Februar 2009, 19:18
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150 Menschen in Sicherheit gebracht

Santiago de Chile - Der Vulkan Chaiten im Süden Chiles ist nach neun Monaten relativer Ruhe am Donnerstag erneut ausgebrochen. Etwa 150 Menschen, die noch in der gleichnamigen Stadt seit dem letzten Ausbruch im Mai vergangenen Jahres ausgeharrt hatten, mussten in Sicherheit gebracht werden, berichtete Radio Cooperativa. Auf die Ortschaft gehe Ascheregen nieder, es seien starke Erdstöße zu spüren, im Untergrund sei ein heftiges Dröhnen und Rumpeln zu hören und der etwa 1.000 Meter hohe Vulkan speie Asche und giftige Dämpfe aus.

Die meisten der 4.000 Einwohner der Stadt waren schon im vergangenen Mai in Sicherheit gebracht worden. Weitere 6.000 Menschen waren aus ländlichen Gebieten im Umkreis des Vulkans in andere Landesteile geschickt worden. Damals hatte sich die Asche als dicke, graue Schicht auf Häuser, Wiesen und Wälder gelegt. Nach Einschätzung der Behörden war die Region schon vor dem erneuten Ausbruch auf Jahre hinaus unbewohnbar. Der Ort Chaiten sollte an anderer Stelle neu gegründet werden. Nach geologischen Berechnungen war der Chaiten bis zum vergangenen Mai mehrere tausend Jahre inaktiv. (APA/dpa)

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