Deutschland weitet Einsatz gegen Piraten aus

20. Februar 2009, 13:52
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NATO kündigt neuen Einsatz gegen Piraten an - Kriegsschiffe sollen im Frühjahr vor Küste Somalias kreuzen

Krakau - Deutschland wird den Bundeswehr-Einsatz gegen Piraten am Horn von Afrika im Rahmen der EU-Mission "Atalanta" ausweiten. Die Fregatte "Rheinland-Pfalz", die vor der somalischen Küste gegen Seeräuber vorgeht, bekommt im Frühjahr Unterstützung von der Fregatte "Emden" und dem Versorgungsschiff "Spessart", wie Verteidigungsminister Franz Josef Jung von der CDU am Freitag beim NATO-Ministertreffen in Krakau mitteilte.

"Emden" und "Spessart" durchqueren im März im Rahmen einer NATO-Übung den Golf von Aden. Das Bundestagsmandat für die Anti-Piraten-Mission lässt den Einsatz von bis zu 1400 Soldaten zu. Die Besatzung der "Rheinland-Pfalz" zählt nach Angaben des Verteidigungsministeriums knapp 220 Soldaten, die der "Emden" etwa 200. Auf Versorgungsschiffen wie der "Spessart" arbeiten normalerweise keine oder wenig Einsatzkräfte.

Die Verstärkung sei befristet, betonte Jung. "Das wird nur für einen begrenzten Zeitraum sein, der Verband wird in das Gebiet Mitte März fahren und Ende Juli den Auftrag im asiatischen Bereich dann beendet haben." Neben Deutschland beteiligen sich die Niederlande, Spanien, Portugal, die USA, Kanada, Norwegen und Dänemark. (APA)

 

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