Mehr Drogenprävention erforderlich

19. Februar 2009, 16:34
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SP-Oberhauser: Prävention und Aufklärung über Drogen verstärken

Wien - Die Staaten der Welt sollen mehr Mittel in die primäre Prävention von Drogenmissbrauch stecken. In vielen Ländern werden Patienten mit schweren Schmerzen noch immer unzureichend mit Opioid-Schmerzmitteln versorgt. Afrika ist zum "Hub" für den Kokain-Transport nach Europa geworden. Und Afghanistan trägt weiterhin zu 92 Prozent zur illegalen Opiumproduktion bei. Das sind die Hauptaussagen des Jahresberichts des in Wien ansässigen UN-Suchtstoffkontrollrats (INCB), der am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt präsentiert wurde.


Prävention und Aufklärung verstärken

In einer Reaktion auf den veröffentlichten Jahresbericht des UN-Suchtstoffkontrollrats betonte SP-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, dass sowohl die Prävention als auch die Aufklärung über Drogen verstärkt werden müsse: "Der Bericht ist eine weitere Bestätigung dafür, dass es ein Gebot der Stunde ist, die Maßnahmen im Bereich der Drogenprävention und Aufklärungsarbeit zu forcieren."

Gerade bei Kindern und jungen Menschen müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um die Aufklärungsarbeit zu verstärken, damit es gelänge, Jugendliche von Suchtmitteln fernzuhalten. Suchterkrankungen zählten zu den großen gesellschafts- und gesundheitspolitischen Herausforderungen.

Hier komme der im Regierungsprogramm festgehaltenen Weiterentwicklung der nationalen Suchtpräventionsstrategie zentrale Bedeutung zu, so die SP-Gesundheitssprecherin. Man habe bereits in jüngster Zeit konkrete Schritte gegen neue "Modedrogen" unternommen. So sei bezüglich der Modedroge "Spice" per Verordnung des Gesundheitsministeriums bereits seit 7. Jänner das Inverkehrbringen von Räuchermischungen mit Naphtalen-Verbindung verboten worden. (APA)

 

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