Google darf in Privatstraßen spähen

19. Februar 2009, 14:41
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US-Gericht weist Klage von Hausbesitzern ab, dass Google mit Aufnahmen ihres Grundstücks einen Schaden verursacht habe

Christine und Aaron Boring fühlten sich in ihrer Privatsphäre gestört, nachdem Google Aufnahmen für seinen Dienst Street View von ihrem Haus gemacht hatten (der WebStandard berichtete). Normalerweise kein nennenswerter Zwischenfall, allerdings führt zum Haus der Borings nur eine private Straße, deren Durchfahrt für Unbefugte verboten ist. Ein Gericht hat nun zugunsten von Google entschieden.

25.000 Dollar Schadensersatz

Auf den Fotos waren das Haus, ein Teil des Pools und die Garage zu sehen. Die Aufnahmen hätten zu einer Wertminderung des Anwesens geführt und den Besitzern "Seelenleiden" zugefügt. Das Paar hatte Schadensersatz in Höhe von 25.000 US-Dollar gefordert. Laut Richterin Amy Reynolds Hay habe das Paar jedoch nicht beweisen können, dass durch die Aufnahmen wirklich ein Schaden entstanden sei.

Nicht zuerst Google kontaktiert

Die Borings hätten von sich aus nicht zuerst Google kontaktiert, um die Fotos entfernen zu lassen. Das öffentliche Verfahren habe zudem die Aufmerksamkeit noch stärker auf die Fotos gelenkt. Google zeigt sich über den Ausgang des Verfahrens naturgemäß zufrieden und weist darauf hin, dass das Unternehmen die Privatsphäre achte. So würden etwa Gesichter und Nummernschilder auf Autos unkenntlich gemacht. Zudem könnten abgebildete Personen die Entfernung von Fotos verlangen. (red)

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