Betrug mit falschen Jobs

19. Februar 2009, 14:07
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Falsche Stellenanzeigen locken - Jobinserate werden als Werbemasche missbraucht

New York - Nicht alles ist so wie es scheint, auch nicht bei Stellenausschreibungen: Immer wieder werden im Web Stellenanzeigen geschaltet, hinter denen sich statt eines Arbeitsplatzes nur ein fauler Marketingtrick oder gezielter Datenklau verbirgt. Das berichtet das Wall Street Journal, wonach gefälschte Inserate in den USA immer öfter dazu beitragen, dass sich unter den arbeitslosen US-Bürgern noch mehr Frustration breit macht. Die Jobsuche gestaltet sich angesichts der Wirtschaftskrise ohnehin schon äußerst schwierig. Während Karriereplattformen aufgrund der zunehmenden Arbeitslosigkeit boomen nehmen gleichzeitig auch Missbrauch und Ausbeutung zu.

Opfer

So wurde beispielsweise der 53-jährige Tom Green bereits zwei Mal Opfer von falschen Jobanzeigen auf dem US-Portal CareerBuilder.com. Beide Male stellten sich Angebote für leitende Positionen als Werbemasche heraus und Green erhielt anstatt eines Jobs dubiose Vertragsabschlüsse mit vermeintlichen Karrierediensten in Höhe von mehreren tausend Dollar. "Das ist extrem frustrierend. Man wird sehr skeptisch, was den Arbeitsmarkt betrifft", sagt Green. Um solchen Betrügern aus dem Weg zu gehen, sollten Jobsuchende vorsichtig mit Stellenangeboten umgehen und nicht voreilig persönliche Daten herausgeben. Denn solange keine konkreten Vereinbarungen getroffen werden, kosten die falschen Jobinserate zwar Nerven und Zeit, aber keine horrenden Geldbeträge.

Werbung mit attraktiven Jobs

Allgemein gesprochen seien Anzeigen mit gebührenpflichtigen Telefonnummern zu hinterfragen, oder aber wenn der Bewerber dazu aufgefordert werde ein Bankkonto für die Bewerbung zu eröffnen oder eine Software vorab herunterzuladen, meint die Vertreterin eines bekannten Portals. Seriöse Jobportale überprüfen außerdem die Angaben der Unternehmen, die Stellenanzeigen schalten, sorgfältig. Manche Rekrutierungsfirmen werben auch mit attraktiven Stellenangeboten, die gar nicht existierten, warnt der Betreiber einer anderen Plattform.

Um Betrügereien entgegenzuwirken, kontrollieren heute viele Webseiten die Ausschreibungen im Vorfeld. Obwohl nicht jedes falsche Angebot sofort als solches ersichtlich sei, gebe es dennoch Hinweise auf fragwürdige Anzeigen. Beispielsweise fehlen dabei oft Details über das betreffende Unternehmen oder die ausgeschriebene Position. Auch die Jobbeschreibungen selbst sind meist sehr vage gehalten oder es wird mit überspitzten Gehaltspannen geworben. Wenn sich Arbeitssuchende bei einer Stellenanzeige unsicher sind, lohnt sich in jedem Fall ein wenig Recherche zum angegeben Unternehmen, bevor detaillierte Angaben zur eigenen Person gemacht werden. (pte/red)

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