bauMax steigert 2008 Umsatz

19. Februar 2009, 13:45
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Verhaltener Ausblick für 2009 - Ukraine-Expansion auf Eis

Wien - Die Wirtschaftskrise konnte der niederösterreichischen Bauhandelskette bauMax mit Sitz in Klosterneuburg im Vorjahr offenbar nichts anhaben. Das Unternehmen habe sich 2008 "recht vernünftig" entwickelt, sagte Unternehmens-Chef Martin Essl am Donnerstag vor Journalisten. Der europaweite Umsatz kletterte 2008 um 12,5 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro.

"Wir backen zwar kleine Brötchen, aber dafür kontinuierlich", sagte Essl. Wäre es in Osteuropa nicht zu den massiven Währungsabwertungen gekommen, wären um zwei Prozent mehr Umsatz "drinnen gewesen". Wie das aktuelle Jahr verlaufen wird, konnte der bauMax-Chef nicht konkretisieren. Das Unternehmen werde aber von der Kaufzurückhaltung betroffen sein, räumte er ein.

Größtes Plus in Rumänien

In Österreich wuchs der bauMax-Umsatz um 1,5 Prozent auf 595 Mio. Euro, flächenbereinigt stagnierten der Umsatz von bauMax allerdings. Der Markt schrumpfte im Vergleich dazu um 1,6 Prozent. Die größten Umsatzzuwächse verzeichnete bauMax in Rumänien (+116,9 Prozent), gefolgt von der Slowakei (+28,1 Prozent). In Slowenien legte die Bauhandelskette um 11,9 Prozent zu, in Kroatien um 11,5 Prozent. Das Umsatzplus in Tschechien machte 7,5 Prozent aus. Rückläufig war hingegen der ungarische Markt. In Bulgarien, wo das Unternehmen seit 2008 vertreten ist, liege bauMax "auf Erfolgskurs". Insgesamt erzielt bauMax in der CEE-Region 56 Prozent des Umsatzes. Im nächsten Jahr wird bauMax auch in der Türkei zu finden sein. Im Frühjahr 2010 soll hier der erste Markt eröffnet werden.

Für 2009 zeigt sich Essl verhalten optimistisch. Ob wieder ein zweistelliges Umsatzplus erreicht werden könne, sei ungewiss. 2009 sollen europaweit etwa zehn neue Standorte eröffnet werden. Zu- und Umbauten werden teilweise zurückgestellt. So wurde etwa auch die Erweiterung der Konzernzentrale in Klosterneuburg auf Eis gelegt, ebenso wie der Plan in die Ukraine zu gehen. bauMax reagiere damit auf die veränderten Rahmenbedingungen. Das Land werde aber weiterhin beobachtet, sagte Essl.

Chance

Die Konjunkturflaute sieht Essl aber auch als Chance. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten würden sich die Menschen auf ihre Familien und die eigenen vier Wände konzentrieren. "Wir haben gemerkt, dass der Cocooning-Effekt eingezogen ist", sagte Essl. Es sei zu erwarten, dass sich dieser Trend und heuer und 2010 verstärken werde. Neue Ideen für den Heimwerkermarkt sollen helfen, dass sich bauMax gegenüber der Konkurrenz abhebt. Neu ist laut Essl die Einführung von mobilen Energie- und Projektberatern sowie die Schaffung eines Montageservices. Zu den Neuerungen gehört auch die Ausweitung des Sortiments und des Kataloges sowie die Erweiterung der Heimwerkerkurse.

In Zeiten, wo "Do it yourself" wieder groß geschrieben wird, flackert auch der "Selfman" von bauMax wieder über die heimischen Bildschirme. Jeden zweiten Mittwoch zeigt Andreas Steppan kurz vor der ZIB2, wie einfach Heimwerken sein kann.

bauMax beschäftigte per Ende 2008 9.581 Mitarbeiter (+16 Prozent) und betrieb 137 Baumärkte. (APA)

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