Jank denkt für GM-Werk an Stiftung

19. Februar 2009, 13:32
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Keine "Paniksituation" - Kammerpräsidentin: Man kann über Stiftung nachdenken, wenn Kurzarbeit nicht ausreicht

Wien - Die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank sieht angesichts der derzeitigen Turbulenzen beim US-Autokonzern General Motors (GM) keine "Paniksituation" für den Standort Wien-Aspern. "Es sind die Entscheidungen nicht so gefallen, dass man sich fürchten müsste", so Jank auf die Frage nach der Zukunft des GM-Werks im Nordosten der Stadt. Wenn Maßnahmen wie Kurzarbeit nicht reichten, könne man durchaus auch über eine Stiftung nachdenken.

"Für Aspern, das erst am Anfang seiner Entwicklung steht, ist GM natürlich ein Leitunternehmen", betonte die Kammerpräsidentin. Deshalb müssten alle notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um ein "Durchtauchen" durch die aktuelle Krise zu ermöglichen. Dabei müsse die internationale Entwicklung im Auge behalten werden und dementsprechend Maßnahmen in einzelnen Schritten erfolgen.

"Im Bereich der Kurzarbeit ist da ja schon einiges geschehen", verwies Jank auf die mehr als 1.500 Mitarbeiter, die in Aspern aktuell kurzarbeiten. Falls dies nicht reichen sollte, könne man durchaus über so etwas wie eine Stiftung nachdenken. Dass es gar zu einer Schließung des Wiener Standorts kommen könnte, glaubt Jank nicht. Immerhin sei GM im Bereich der Hochtechnologie tätig und baue Motoren auf hohem Umweltstandard. "Ich sehe hier keine Gefahr", gab sich die Präsidentin optimistisch. (APA)

 

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