"Vorgehen zulässig, legal und professionell"

19. Februar 2009, 13:13
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Barcelona-Präsident Laporta wies Amtsmissbrauchs-Vorwurf zurück

Barcelona - Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat den Vorwurf zurückgewiesen, sein Amt zu unlauteren Geschäften missbraucht zu haben. Dem Clubchef war in der Madrider Presse vorgehalten worden, über sein Anwaltsbüro als Vermittler bei der Suche nach einem Käufer für den Fußball-Erstligisten Real Mallorca tätig gewesen zu sein.

Laportas Kanzlei soll versucht haben, den Club auf der Ferieninsel für 60 Millionen Euro an ein usbekisches Unternehmen zu verkaufen. Sie hätte, wenn das Geschäft zustande gekommen wäre, dafür ein Honorar von mehr als vier Millionen Euro erhalten. "Unser Vorgehen war zulässig, legal und professionell", erklärte Laporta nach Medienberichten vom Donnerstag. Die Sache sei von Teilen der Presse aufgegriffen worden, weil man ihm schaden wollte.

Das Madrider Sportblatt "As" meinte, Laporta hätte ohne sein Ansehen als Barca-Präsident einen solch lukrativen Auftrag kaum erhalten. Demgegenüber betonte der Clubchef, seine Kanzlei prüfe bei jedem Auftrag genau, ob dieser mit dem Präsidentenamt vereinbar sei.

Mallorca sucht seit Monaten nach einem Käufer, weil der bisherige Besitzer der Mehrheitsanteile in Konkurs ging. Bisher scheiterten alle Versuche, einen Käufer für den mit 40 Millionen Euro verschuldeten Club zu finden. (APA/dpa)

 

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