Falsche Diagnose bei jungen Patienten

19. Februar 2009, 12:47
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Bei einem Schlaganfall werden Personen unter 45 Jahren häufiger als ältere Menschen falsch diagnostiziert

Junge Erwachsene, die nach einem Schlaganfall im Krankenhaus behandelt werden, werden von Ärzten leichter falsch diagnostiziert, als ältere Patienten. Das zeigt eine Studie der Wayne State University in Detroit. Da der durchschnittliche Schlaganfall-Patient 55 Jahre oder älter ist, stellen Ärzte bei Personen unter 45 Jahren, auch bei auf einen Schlaganfall hinweisenden Symptomen, oft nicht sofort die richtige Diagnose.

Verwechslung mit Migräne oder Schwindel

Einige Patienten wurden laut der Studie mit Migräne, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Alkoholvergiftung diagnostiziert. Patienten wurden teilweise aus dem Krankenhaus entlassen, um wenige Stunden später erneut wieder aufgenommen zu werden - zu diesem Zeitpunkt allerdings mit der richtigen Diagnose. "Eine sofortige exakte Schlaganfall-Diagnose bei jungen Erwachsenen kann die Zahl der Patienten mit Folgeschäden wie Lähmung oder Sprachproblemen reduzieren", sagt Seemant Chaturvedi, einer der Forscher der Studie. Die ersten Stunden seien entscheidend um Lanzeitschäden zu vermeiden, so Chaturvedi. Die Studie zeigt die steigende Notwendigkeit, ein Bewusstsein für Schlaganfallpatienten, gerade in jungem Alter, zu entwickeln. (red, derStandard.at)

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