Linksextremistin zu 21 Jahren Haft verurteilt

20. Februar 2009, 11:42
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Wegen Mordes an Arbeitsrechtsexperten D'Antona im Jahr 1999

Rom - Eine italienische Terroristin, Ex-Mitglied der linksextremen Terrorgruppe "Rote Brigaden", ist wegen des Mordes am Arbeitsrechtsexperten Massimo D'Antona im Jahr 1999 vom Kassationsgericht in Rom letztinstanzlich zu 21 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Linksextremistin Francesca Saraceni, die sich unter Hausarrest befand, musste am Donnerstag ins Gefängnis zurückkehren. Saraceni war erstinstanzlich für den Mord an D'Antona freigesprochen worden. Vom Schwurgericht in Rom wurde sie dagegen 2008 zu 21 Jahren Haft verurteilt.

Lebenslange Haft

Wegen D'Antonas Tod waren drei Linksextremisten im Jahr 2006 zweitinstanzlich zu lebenslanger Haft verurteilt worden. D'Antona war im Mai 1999 vor seiner Wohnung in Rom erschossen worden. Der Berater des gemäßigten Gewerkschaftsverbands CISL war wegen seiner Bemühungen um die Reform des Arbeitsmarkts ins Visier der Extremisten geraten. Die Terroristen sehen sich in der Tradition der italienischen "Brigate Rosse" (Rote Brigaden), die in den 70er und 80er Jahren für Anschläge mit mehreren hundert Toten verantwortlich zeichneten.

Die Linksextremisten werden auch für den Mord an einem weiteren Arbeitsrechtsexperten, Marco Biagi, verantwortlich gemacht. Dieser war im März 2002 vor seiner Wohnung in Bologna erschossen worden. (APA)

 

 

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