Die Werbung kriegt die Krise

20. Februar 2009, 12:11
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Die Krise ist auch bei den Kreativen angekommen - So sinniert etwa der Hausverstand über knappes Geld und Sixt schickt Banker auf Talfahrt - Posten Sie Ihren "Claim gegen die Krise"

Derzeit stapft Billas Hausverstand mit zu großen Handschuhen durch die Winterlandschaft und sinniert vor sich hin: "Wenn das Geld knapp ist, dass müssen wir eben schon bald in kleinen Dingen ganz groß darauf achten, dass wir es nicht unnötig verschwenden". Und der Selfman von bauMax gibt wieder Tipps zum billigen Selberbasteln. Man merkt: Die Krise ist auch bei den Kreativen angekommen. Ärmel hochkrempeln kommt auch immer gut, wie die Bawag-Werbung zeigt.

Billa und der Hausverstand gegen die Krise

Ist weniger Geld da, wird wieder mehr zuhause gegessen statt ausgegangen, meint Coca Cola und besinnt sich in seiner neuen Europa-Kampagne auf das Familienleben, "Coke deckt den Tisch", so der Claim.

"Banker auf Talfahrt"

In Deutschland treibt Sixt seine Witze mit der Krise, in der Kampagne für Geländewägen schickt der Autovermieter "Banker auf Talfahrt" oder wirbt mit Slogans wie "Die Rezession nagt. Sixt beißt zurück". Und Mini parkt seine Autos an Flughäfen in Berlin und Hamburg neben Verkaufsschildern nach US-Vorbild. "Jetzt in Mobilien investieren", ist darauf zu lesen.



Sixt beißt zurück

"Spring mit Xing"

Weniger lustig war eine Idee von Xing, in einem Onlinespiel ließ das Portal gekündigte Arbeitnehmer auf Fenstern fliegen, gerettet wurden sie mit einem Xing-Fallschirm.


Nicht so lustig: Spring mit Xing

Nach Protesten wurde das Spiel offline genommen. In Krisenzeiten reagieren viele mit Galgenhumor, das ging dann wohl doch zuweit. Das Spiel habe ungewollte "Irritationen" hervorgerufen, erklärte ein Xing-Sprecher.

Ihr "Claim gegen die Krise"

Und wie lautet Ihr "Claim gegen die Krise". Dichten Sie, texten Sie und posten Sie hier Ihre Vorschläge, die drei besten Einsendungen werden mit einem derStandard.at-Regenschirm belohnt. (ae)

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