DO&CO muss Krise verdauen

19. Februar 2009, 10:26
10 Postings

Der Caterer musste nach neun Monaten, bereinigt um den Beitrag der Fußball-EM 2008, kleinere Brötchen backen

Wien  - DO&CO musste in den ersten neun Monaten des heurigen Geschäftsjahres einen deutlichen Ebit-Rückgang verzeichnen. Das bereinigte Betriebsergebnis ging von 7,5 auf 4,95 Mio. Euro, die bereinigte EBIT-Marge gab von 3,9 auf 2,5 Prozent nach. Gleichzeitig stieg der Umsatz von 276,16 auf 317,49 Mio. Euro. Wobei die Fußball-Europameisterschaft zu einem "hohen Volumen an margenfreien Umsätzen mit von Dritten zugekaufter gastseitiger Infrastruktur und Dienstleistungen" führte, teilte der Wiener Caterer am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Das konsolidierte operative Betriebsergebnis (EBIT) der DO&CO-Gruppe für die ersten drei Quartale 2008/2009 beläuft sich auf 11,30 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 0,98 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die konsolidierte EBIT-Marge sank von 4,4 auf 3,6 Prozent. Das konsolidierte EBITDA der Gruppe stieg von 23,82 Mio. um 0,42 Mio. auf 24,24 Mio. Euro. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 7,6 gegenüber 8,6 Prozent im Vorjahr, teilte das börsenotierte Unternehmen mit.

Wie das Unternehmen kürzlich bekanntgab wurden 170 Sky-Gourmet-Mitarbeiter beim AMS angemeldet. DO&CO sieht weltweit insgesamt 1.000 seiner 4.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Sky Gourmet beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und erkocht 80 bis 90 Prozent des Umsatzes mit der AUA. "Erstmals seit 27 Jahren müssen wir betriebsbedingt kündigen. Die Geschwindigkeit, mit der alles über den Markt hereingebrochen ist, ist unglaublich", so DO&CO-Chef Attila Dogudan vor zwei Wochen. Allerdings würden die anderen Konzernteile - Eventcatering und Gastronomie - noch gutlaufen, dort seinen keine Kündigungen geplant. (APA)

Share if you care.