"Mit den Augen der Mathematik"

26. März 2009, 17:59
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Parallel zur verständlich präsentierten Ausstellung in Wien konnten Sie mit Hilfe von Formeln Bilder erzeugen und gewinnen

Wien - Mathematik gilt als Impulsgeber für viele zukunftsweisende Entwicklungen. Sie ist das Grundlagenwissen nahezu aller modernen Naturwissenschaften und technischen Disziplinen. Gleichzeitig ist die Mathematik oft mit Vorurteilen belastet und wirkt unnahbar und schwer vermittelbar. Dies muss aber nicht sein, wie die interaktive Schau "Imaginary - mit den Augen der Mathematik" beweisen will. Nach der erfolgreichen Tour durch Deutschland war die Wanderausstellung im März in Wien zu sehen.

"Imaginary beweist, dass auch reine Mathematik und aktuelle Wissenschaftsgebiete allgemeinverständlich präsentiert werden können", ist Herwig Hauser, Mathematiker an der Universität Wien, überzeugt. "Auf attraktive und verständliche Weise werden Visualisierungen, interaktive Installationen, virtuelle Welten, 3D-Objekte und ihre theoretischen Hintergründe aus der algebraischen Geometrie und Singularitätentheorie gezeigt", erläutert Hauser. Seine Forschungsgruppe zeichnet für eine Vielzahl der gezeigten Visualisierungen verantwortlich.

Wettbewerb

Das für die Ausstellung entwickelte Programm "Surfer" regt die BesucherInnen zum spielerischen Umgang mit der Geometrie an, indem Formeln entweder selbst aufgestellt oder bereits vorhandene kreativ verändert und in Bilder umgesetzt werden. Die BesucherInnen beginnen zu verstehen, wie die Formeln mit den Bildern - also wie Algebra und Geometrie - zusammenhängen.

Begleitend zur Ausstellung in Wien wurde ein Online-Wettbewerb ausgerufen. Interessierte konnten sich die Software aus dem Internet laden und ihrer kreativen Energie freien Lauf lassen. Eine Jury kürt derzeit die besten Bilder. Alle Beiträge sind in einer Online-Galerie sichtbar, ausgewählte Bilder sind auch auf derStandard.at veröffentlicht worden.

Ausstellung

Die Ausstellung wurde bereits in 14 deutschen Städten gezeigt. Erstellt wurde sie vom international renommierten Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach in Deutschland. "Imaginary - mit den Augen der Mathematik" wurde von Andreas Matt kuratiert und koordiniert. Der Mathematiker hat bereits während seines Studiums im Bereich Wissenschaftsvermittlung und Kulturvermittlung gearbeitet. Seit zwei Jahren ist Matt am Mathematischen Forschungsinstitut in Oberwolfach beschäftigt - und plant u.a. ein kleines Mathematikmuseum im Schwarzwald. (red)

Links

Ausstellung: Imaginary

Hintergrund: Die Mathematik hinter Imaginary

  • Dying Star von Thilo Grammes(x+y-z)^2*(x^2+y^2z^2)^2*(x^3+y^3-z^3)^2-0.5 = 0
    quelle: imaginary

    Dying Star von Thilo Grammes
    (x+y-z)^2*(x^2+y^2z^2)^2*(x^3+y^3-z^3)^2-0.5 = 0

  • Kirschen von André Krug und Anton Schumacher((0.5*(x-2.52)^2+0.5*y^2)-(0.5*(x-2.52)^2+0.5*y^2+0.2*(z-3)^2)^2)*((0.5*(x+2.52)^2+0.5*y^2)-(0.5*(x+2.52)^2+0.5*y^2+0.2*(z-3)^2)^2)*(((z-x^2+2+3*0.66)^2+y^2)-0.01)=0
    quelle: imaginary

    Kirschen von André Krug und Anton Schumacher
    ((0.5*(x-2.52)^2+0.5*y^2)-(0.5*(x-2.52)^2+0.5*y^2+0.2*(z-3)^2)^2)*((0.5*(x+2.52)^2+0.5*y^2)-(0.5*(x+2.52)^2+0.5*y^2+0.2*(z-3)^2)^2)*(((z-x^2+2+3*0.66)^2+y^2)-0.01)=0

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