BNP Paribas mit Milliardenverlust

19. Februar 2009, 15:51
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Nettoverlust von 1,37 Milliarden Euro nach Gewinn von 1,01 Milliarden Euro

Paris - Die Verluste bei ihrer Investmentbank-Sparte (CIB) haben die französische Großbank BNP Paribas im vierten Quartal schwer belastet. Im abgelaufenen Vierteljahr habe dies wie erwartet zu einem Nettoverlust von 1,37 Mrd. Euro nach einem Nettogewinn von 1,01 Mrd. Euro ein Jahr zuvor geführt, teilte das nach Börsenwert größte Institut des Landes am Donnerstag mit.

BNP hatte vor rund drei Wochen vor einem Minus von etwa 1,4 Mrd. Euro gewarnt. Negativ hätten sich auch die Belastungen im Zusammenhang mit Engagements beim mutmaßlichen US-Anlagebetrüger Bernard Madoff in Höhe von 345 Mio. Euro ausgewirkt. Hinzu kam ein schwaches Geschäft in der Ukraine. BNP kündigte an, dort Arbeitsplätze abzubauen und 100 Filialen zu schließen.

Weniger Dividende

Das Institut senkte die Dividende um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf einen Euro pro Aktie. BNP rechnet auch für das laufende Jahr mit anhaltend sehr schwierigen Marktbedingungen, sieht sich aber gut aufgestellt, um das raue Klima zu überstehen. BNP befindet sich derzeit in Gesprächen mit der belgischen Regierung über den Kauf von Teilen des Finanzkonzerns Fortis.

Die BNP-Zahlen waren schlechter als die der Societe Generale. Der einheimische Rivale gab am Mittwoch einen Nettogewinn von 87 Mio. Euro für das vierte Quartal bekannt. BNP steht aber besser da als viele andere europäische Konkurrenten. So hatten die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse in diesem Monat Verluste von rund 5,4 bzw. 4,1 Mrd. Euro ausgewiesen, Lloyds Banking Group bei seiner Sparte HBOS etwa 9,6 Mrd. Euro. (APA/Reuters)

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