Axa-Winterthur mit Gewinneinbruch

19. Februar 2009, 08:50
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Operativer Gewinn stieg 2008 hingegen um über die Hälfte

Winterthur  - Verluste auf den Kapitalanlagen haben beim Erstversicherer Axa-Winterthur den Unternehmensgewinn 2008 von 442 Mio. Franken (299 Mio. Euro) im Vorjahr auf 69 Mio. Franken schmelzen lassen. Der operative Gewinn stieg hingegen um über die Hälfte auf 729 Mio. Franken.

Das Gesamtergebnis wird einzig von der Entwicklung der Finanzanlagen in die Tiefe gerissen. Das Prämienvolumen stieg um 3 Prozent auf 10,35 Mrd. Franken. Mit Lebensversicherungen nahm die Schweizer Tochter des französischen Axa-Konzerns 7,13 Mrd. Franken Prämien ein. Das ist ein Plus von 5 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

"Rekordjahr"

Unter dem Strich entwickelte sich das Neugeschäft in allen Sparten positiv. Obwohl die Axa-Winterthur 2008 einige große Kunden verloren hat, habe sich der Geschäftsgang im Bereich berufliche Vorsorge zum "Rekordjahr" entwickelt, sagte Axa-Winterthur-Chef Philippe Egger gemäß Pressemitteilung.

Im Bereich Kollektivleben konnte der Versicherer die Prämieneinnahmen um 7 Prozent auf knapp 6 Mrd. Franken steigern. Wegen auslaufender Lebensversicherungen sanken die Prämieneinnahmen im Einzel-Leben leicht auf 1,14 Mrd. Franken.

In der Sparte Nicht-Leben sanken die Prämieneinnahmen um 0,4 Prozent auf 3,21 Mrd. Franken. Das Geschäft mit Schadenversicherungen stagniert wegen des harten Konkurrenzkampfes unter den Schweizer Versicherern mit einem forcierten Prämien-Preiskampf seit Jahren.

Dank weniger Großschäden musste die Axa-Winterthur 2008 den Versicherten aber geringere Summen auszahlen: Der Kosten-Schaden-Satz (Combined Ratio) bei den Schadenversicherungen verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 5,5 Prozentpunkte auf 93,6 Prozent.

Zulegen konnte hingegen auch bei Auto- und Hausratsversicherungen das Neugeschäft: Bei den abgeschlossenen Verträgen verzeichnete die Axa-Winterthur im vergangenen Jahr eine Steigerung von 100 Prozent auf knapp 40.000.

Unternehmenssprecher Martin Läderach führt dies unter anderem auf die Einführung des elektronischen Crash-Recorders für Junglenker zurück. Seit April 2008 hätten 7.000 Kunden einen Crash-Recorder eingebaut, was die Axa-Winterthur mit einer reduzierten Prämie belohnt. (APA/sda)

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