Straßensperren großteils aufgehoben

18. Februar 2009, 20:17
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Wegen Lawinengefahr waren die eingeschneiten Ortschaften Lech, Zürs und Stuben am Arlberg nicht befahrbar

Wien - Gebietsweise extrem hohe Lawinengefahr sowie zahlreiche dadurch oder durch die heftigen Schneefälle bedingte Straßensperren haben am Mittwoch die Situation in weiten Teilen Österreichs bestimmt. Das Bundesheer bereitete sich auf etwaige Einsätze im Süden und Westen des Landes vor. In Vorarlberg kehrte im Tagesverlauf wieder der Normalzustand in Sachen Verkehr ein.

Nach Sperren wegen Lawinengefahr waren am Vormittag die Straßen zu den eingeschneiten Ortschaften Lech, Zürs und Stuben am Arlberg wieder befahrbar. Ebenfalls freigegeben wurde die seit Dienstagabend gesperrte Arlbergbahn-Strecke. Ab 11.30 Uhr waren laut ÖBB-Angaben nach Schneeräumungen wieder Züge über die Gebirgsstrecke unterwegs. Weiter gesperrt wegen Lawinengefahr blieb die Bizauer Landesstraße (L28) zwischen Schnepfau und Bizau.

In Vorarlbergs Bergen herrschte am Mittwoch weiter Lawinenwarnstufe 4. Im Landeskrankenhaus Feldkirch starb unterdessen eine 53-jährige Frau, die am Sonntagnachmittag im Bereich Fraxern (Bezirk Feldkirch) von einer Lawine verschüttet worden war.

Auch in Teilen Tirols herrschte große Lawinengefahr, mehrere Straßen waren unpassierbar, Orte wie Galtür in der Nacht auf Mittwoch von der Außenwelt abgeschlossen. "Inzwischen sind sie wieder erreichbar", hieß es bei der Polizei. In den vergangenen 24 Stunden gab es im Raum Arlberg/Außerfern, der Silvretta und entlang der Nordalpen 40 bis 60 Zentimeter Neuschneezuwachs, im Unterland waren es 30 bis 50.

In Salzburg gab es zwar vorerst keinen weiteren Neuschnee, trotzdem blieb die Situation gespannt. In der Steiermark folgte auf den Schnee der Sturm: Auf den Bergen im Norden und Nordosten wurden Windspitzen von 100 km/h gemessen, in Tallagen wurden noch 60 bis 70 km/h erreicht.

In Oberösterreich mussten die Autofahrer auch am Mittwoch noch mit winterlichen Fahrverhältnissen kämpfen. In Niederösterreich waren die B20 im Abschnitt Türnitz-Annaberg und diverse Gebirgs-Landstraßen wegen Lawinengefahr nicht passierbar. In den niederösterreichischen Alpen herrschte überwiegend große Lawinengefahr (Stufe 4). (APA)

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