VSV unter Zugzwang

18. Februar 2009, 19:34
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Kärntner bezogen zum Play-off-Auftakt einzige Heimniederlage - KAC, Capitals und Salzburg auf gutem Kurs

Wien - Eishockey-Rekordmeister KAC und die Vienna Capitals haben ihre ersten Viertelfinal-Auftritte mit klaren Heimsiegen eindrucksvoll erledigt. Die beiden besten Teams des Grunddurchgangs der Erste Bank Liga können wie Titelverteidiger Salzburg, der Jesenice knapp 3:2 nach Verlängerung in Schach hielt, beruhigt in ihre ersten Auswärtsspiele der "best of seven"-Serie am Donnerstag (19.15 Uhr) gehen. Bereits etwas unter Zugzwang ist hingegen der VSV, der mit dem 1:2 gegen die Black Wings Linz am Dienstag die einzige Heimpleite des Play-off-Auftaktes bezog.

KAC-Trainer Manny Viveiros zeigte sich mit der Leistung seines Teams beim 8:2-Kantersieg fast durchwegs zufrieden, lediglich das erste Drittel (1:2) habe nicht den klaren Vorzeichen entsprochen. "Das war aber nur ein Sieg. Innsbruck wird am Donnerstag eine andere Mannschaft sein, das wird eine schwere Aufgabe", betonte Viveiros. Sein Gegenüber Greg Holst ärgerte sich über die Unparteiischen und den Leistungsabfall seines Teams nach gutem Beginn. "Wir haben drei, vier kleine Fehler gemacht, gegen eine solche Mannschaft darfst du das nicht machen. Unsere Mannschaft wird am Donnerstag sicher anders ausschauen, die Jungen bekommen eine Chance", erklärte der Kanadier.

Caps hoffnungsfroh nach Graz

Die Capitals ließen gegen die im Play-off seit 2000 weiter sieglosen Graz 99ers keinen Gegentreffer zu und gewannen 6:0. "Das war ein großer Sieg, aber man darf nicht vergessen, dass das eine lange Serie ist", meinte Capitals-Kapitän Darcy Werenka. Graz-Coach Bill Gilligan sprach davon, dass das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegeln würde. "Das 4:0 nach zwei Dritteln war zu hoch. Wien hat unsere Fehler ausgenützt, wir müssen unsere Chancen besser verwerten", meinte der ehemalige KAC-Meistermacher. "Graz ist zuletzt zu Hause eine Macht gewesen, und sie haben alle Großen geschlagen. Wenn wir hinten dicht machen können, haben wir gute Chancen, auch in Graz zu gewinnen", sagte Capitals-Trainer Kevin Gaudet.

Überstunden für Bullen

Titelverteidiger Salzburg musste gegen Jesenice Überstunden machen, ehe Kapitän Thomas Koch in der siebenten Minute der Verlängerung für die Entscheidung sorgte. "Das war ein erster wichtiger Schritt in diesem Viertelfinale, aber auch nicht mehr. Wir waren heute nervös, haben teilweise schlampig gespielt und viel Risiko genommen", erklärte der Kärntner. Dessen Landsleute aus Villach gegen Linz das Ende ihrer 13 Spiele andauernden Heimsiegesserie hinnehmen mussten.

Die Linzer präsentierten sich auswärts als effektive Penalty-Killer und überstanden zehn von elf Überzahlspielen unbeschadet. Die Kärntner vermochten im Duell des Vierten gegen den Fünften des Grunddurchgangs nicht ihre gewohnte Heimstärke zu zeigen und sind nun in Linz gefordert. Die Oberösterreicher sind auf den ersten Heimsieg der Saison gegen die Villacher aus. "Wir haben wirklich ausgezeichnet gespielt. Es war ein kompakter Auftritt, schnörkellos und vor allem defensivüberzeugend", freute sich Linz-Manager Christian Perthaler. (APA)

 

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