Zehn Expertentipps: Wie die Forschung die Rezession überlebt

18. Februar 2009, 19:00
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Jeffrey Sachs: "Unterstützt die Entwicklungsländer"

London - Gleich zehn Fachleute aus aller Welt lässt die britische Wissenschaftszeitschrift "Nature" in der aktuellen Ausgabe (Bd. 457, S. 957) antreten, um Vorschläge zu machen, wie die Wissenschaft auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise reagieren sollte. Zwei Verhaltenstipps finden sich gleich in mehreren Kommentaren, die von Experten wie Jeffrey Sachs oder Noreena Hertz stammen: Forscher sollten lernen, die Politiker zu überzeugen. Und: Es braucht mehr internationale Kooperation.

Während der Rezession in Großbritannien in den frühen 90er-Jahren hätten die Forscher "zu häufig dabei versagt, sich zu artikulieren, wie sie der Gemeinschaft durch harte Zeiten helfen können", meint rückblickend Ian Taylor über seine Erfahrungen als britischer Wissenschafts- und Technologieminister.

Für Japan sei es nun an der Zeit, sich zu öffnen und sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen, schreiben die Forschungspolitik-Experten Atsushi Sunami und Kiyoshi Kurokawa.

"Unterstützt die Entwicklungsländer", appelliert der US-Ökonom Jeffrey Sachs an die Regierungen der reichen Länder. Das könnte langfristig den dreifachen Gewinn bringen, so der Direktor des Earth Institute an der Columbia University in New York. (APA, tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 19. 2. 2009)

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