Franz Marischka 90-jährig gestorben

18. Februar 2009, 16:32
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Österreichischer Filmregisseur mit Prominenz im Exploitation-Fach

Wien - Der österreichische Regisseur, Schauspieler und Produzent Franz Marischka ist 90-jährig in München gestorben, berichtet die "Bunte" (und Wikipedia) unter Berufung auf Marischkas Nichte.

Marischka, nach Angaben in seiner 2001 erschienenen Anekdotensammlung "Immer nur lächeln" (Amalthea Verlag) am 2. Juli 1918 in Wien geboren, entstammt einer bekannten österreichischen Film- und Musikfamilie: Sein Vater war Operettenstar Hubert Marischka, sein Großvater mütterlicherseits der Librettist Victor Léon. Marischkas Taufpate war Komponist Franz Lehár - "bis auf den ungeliebten Vornamen habe ich aber nichts von ihm gekriegt", sagte Marischka einmal.

Filmtitel, die sprichwörtlich wurden

Der spätere Regisseur studierte am Reinhardt-Seminar und musste 1939 nach England emigrieren, kehrte aber 1946 als britischer Staatsbürger wieder zurück nach Österreich. Er schrieb, nach Anfängen im Schauspiel, insgesamt über 100 Drehbücher und drehte als Regisseur rund dreißig Filme und ebenso viele TV-Arbeiten.

Franz Otto Felix "Zwetschi" Marischka, ein prominenter Vertreter der deutschsprachigen Exploitation der 1960er und 1970er Jahre, drehte Revuefilme wie "Schlagerparade" (1960), Komödien wie "Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln gehn" (1961), schließlich klamaukige Softcore wie "Laß' jucken, Kumpel" (1970-75, Teil 1-5) "Liebesgrüße aus der Lederhose" (1973, mit drei Varianten bis 1980) und zuletzt, unter dem Pseudonym François Petit, "Sunshine Reggae auf Ibiza" (1983). (APA/red)

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