US-Dollar statt Simbabwe-Dollar

18. Februar 2009, 16:01
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Lehrer, Soldaten und Beamte werden künftig in US-Währung bezahlt

Harare - Die neue simbabwesische Regierung zahlt die Gehälter von rund 130.000 Beamten, Lehrern und Soldaten künftig in US-Dollar. Die Währungsreserven würden für Februar und März ausreichen, erklärte Finanzminister Tendai Biti am Mittwoch in Harare. Die Regierungsangestellten sollen bei Banken in dieser Woche je 100 Dollar (79,4 Euro) steuerfrei ausgezahlt bekommen.

Damit geht die Regierung einen entscheidenden Schritt in Richtung einer Dollarisierung des südafrikanischen Landes, nachdem die eigene Währung, der Simbabwe-Dollar, bedeutungslos geworden war. Die weltweit höchste Inflationsrate hat dazu geführt, dass im Land mit der Währung kaum mehr Lebensmittel und andere Produkte gekauft werden können. Der US-Dollar und der südafrikanische Rand als harte Währungen sind bereits weit verbreitet.

Die Wirtschaft des Landes ist nahezu völlig zusammengebrochen, genauso wie das Gesundheitssystem. Staatliche Krankenhäuser mussten teils geschlossen werden, nachdem sich die Angestellten - in lokaler Währung bezahlt - die Fahrt zur Arbeit nicht mehr leisten konnten. Eine Cholera-Epidemie hat seit August bereits mehr als 3.500 Menschen dahingerafft, rund 70.000 Menschen sind infiziert. (APA/AP)

 

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