Positive Zwischenbilanz

18. Februar 2009, 15:09
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150 Wiener Unternehmen nutzten bisher die Banken-Aktionswoche - Beratungsinitiative für KMUs noch bis Freitag

Wien - Positive Zwischenbilanz haben am Mittwoch die Verantwortlichen der Wiener Banken-Aktionswoche gezogen: Demnach nutzten an den ersten beiden Tagen laut Wiener Wirtschaftskammer rund 150 Klein- und Mittelbetriebe (KMU) das Beratungsangebot, das Experten aus unterschiedlichen Wirtschaftsinstitutionen anbieten. Fragen kämen vor allem aus der Gastronomie - auch zu Investitionen das neue Rauchverbot betreffend, hieß es im Rahmen eines Pressetermins in der UniCredit-Bank-Austria-Zentrale.

Die Bank Austria ist eines von fünf Geldinstituten, die sich mit ausgewählten Bankfilialen an der noch bis Freitag laufenden Aktionswoche beteiligen. Darüber hinaus können sich KMUs in Dependancen der Erste Bank, Raiffeisen, BAWAG-PSK und Volksbank informieren. Dabei stehen auch Experten des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), des Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie der Wirtschaftskammer für Tipps hinsichtlich Förderungen und für Fragen rund um Unternehmens- und Investitionsfinanzierung zur Verfügung.

Jetzt investieren oder verschieben

Das benötigte Kreditvolumen der bisher rund 30 in der BA-Zentrale beratenen Unternehmer liege im Bereich zwischen 10.000 und 30.000 Euro, resümierte Karl-Heinz Krenn, Geschäftsführer vom Kreditverein der Bank Austria. Ein Großteil der Fragen würde sich darum drehen, ob geplante Investitionen besser jetzt durchgeführt oder auf später verschoben werden sollten. Dies müsse individuell durchgerechnet werden, wobei es bei derzeit finanzschwachen Unternehmen eher darum gehe, sie durch die aktuelle Konjunkturphase "durchzutragen". Auch die Nachfolgeproblematik, also der Verkaufsprozess von Betrieben, sei Thema.

Zulauf vom Gastgewerbe

Großen Zulauf gebe es vor allem seitens des Gastgewerbes, so Krenn. Viele Lokalbetreiber würden sich etwa dahingehend beraten lassen, ob sich im Zuge des neuen Rauchergesetzes Umbauinvestitionen für getrennte Räumlichkeiten lohnen würden oder es ökonomisch günstiger komme, gleich komplett auf Nichtraucher umzustellen.

Eine Reihe von Gastro-Betrieben komme aber auch mit Erweiterungsplänen, versicherte Manfred Seyringer, bei der BA zuständig für Export- und Investitionsfinanzierung. "Die Qualität der Gespräche ist sehr hoch", so seine allgemeine Einschätzung. Demnach seien die Kunden gut vorbereitet und hätten konkrete Anliegen.(APA)

 

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