Taiwans Wirtschaft bricht ein

18. Februar 2009, 11:43
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Taipeh - Taiwan steckt wegen stark sinkender Exporte in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach im vierten Quartal 2008 um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie das Statistikamt in Taipeh am Mittwoch mitteilte. Das Rekordminus ist Folge der wegbrechenden Exporte. Der Inselstaat stellt etwa 80 Prozent aller Laptop-Computer her und beheimatet mit TSMC und UMC die beiden weltgrößten Mikrochip-Hersteller.

Die Nachfrage leidet unter der Wirtschaftskrise in den USA und Westeuropa. Deshalb stecken mit Japan, Südkorea und Singapur auch andere exportlastige asiatische Länder in der Rezession. Als Reaktion auf die düsteren Konjunkturaussichten senkte die Notenbank Taiwans ihren Leitzins von 1,5 Prozent auf das Rekordtief von 1,25 Prozent. Das Statistikamt erwartet für dieses Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um fast drei Prozent. 2008 hatte es wegen des guten ersten Halbjahres noch zu einem Mini-Plus von 0,1 Prozent gereicht. (APA/Reuters)

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