Neue Kampagne "Wir machen Frauen stark"

18. Februar 2009, 13:18
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Wienerinnen sollen über arbeitsmarktpolitische Unterstützungen der Stadt besser informiert werden - Kritik von FP-Frauensprecherin

Wien - Die Wiener SPÖ-Frauen haben am Mittwoch ihre neue Kampagne "Wir machen Frauen stark" gestartet, die sich "an alle Wienerinnen" richtet, so die Frauensekretärin Nicole Krotsch: "Jede Frau soll wissen, dass es für die Stadt selbstverständlich ist, Rahmenbedingungen bereitzustellen, die der Berufstätigkeit der Frau entgegenkommen." Als Beispiele nannte sie ein flächendeckendes Angebot an ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen, leistbare öffentliche Verkehrsmittel oder eine umfangreiche Förderung im Beruf.

65 Prozent in Vollzeit

Dass Wien bereits "die Stadt der starken Frauen" sei, macht Krotsch an der Frauenerwerbsquote von 76 Prozent fest, der höchsten in ganz Österreich. "65 Prozent der beschäftigten Frauen arbeiten Vollzeit und verdienen durchschnittlich um 20 Prozent mehr als ihre weibliche Kolleginnen in den Bundesländern", stellte Krotsch in einer Aussendung fest.

Von Frauenprogrammen profitieren

Krotschs Hauptanliegen: "Die Wienerinnen sollen über die zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Unterstützungen der Stadt informiert werden." So sei Wien das einzige Bundesland, das mit dem Wiener ArbeiternehmerInnen Förderungsfonds (waff) auch eine eigene Einrichtung zur aktiven Arbeitsmarktpolitik vorweise. "Heuer werden über 3.500 Frauen von den speziellen Frauenprogrammen profitieren", so die Frauensekretärin.

Ran an die Frau

Krotsch kündigte zudem an, dass die Wiener SPÖ-Frauen im Rahmen der Kampagne am Mittwoch, 4. März in ganz Wien unterwegs sein und einen Informationsfolder sowie "Antistressbälle" an alle Wienerinnen verteilen werden.

FP-Kritik

Kritik dazu kam postwendend von Seiten der FPÖ: "Die Herrschaften der SPÖ sollen lieber die Augen aufmachen und einmal schauen, was Frauen tatsächlich brauchen", so die Wiener Frauensprecherin Veronika Matiasek in einer Aussendung. Statt Anti-Stress-Bälle zu verteilen sollte die SPÖ den kostenlosen Kindergarten - eine "Ur-Forderung" der FPÖ, so Matiasek - einführen. (red)

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