US-Milliardär Malone rettet Satellitenradio Sirius XM vor Pleite

18. Februar 2009, 11:17
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Liberty Media investiert 530 Millionen Dollar

In den USA verschieben sich die Machtverhältnisse bei Radio und Fernsehen via Satellit. Die im Satelliten-TV tätige Liberty-Media-Gruppe von US-Milliardär John Malone mit bis zu 40 Prozent beim schuldengeplagten Satellitenradio-Betreiber Sirius XM ein. Sie sticht damit den rivalisierenden TV-Betreiber Charles Ergen (EchoStar und Dish Network) aus.

Liberty Media (DirecTV) investiert nach Angaben vom Dienstag insgesamt 530 Millionen Dollar (420 Mio Euro) in Sirius XM und rettet das Unternehmen so in letzter Minute vor der Insolvenz. Der praktisch einzige US-Satellitenradio-Konzern war erst im vergangenen Jahr durch die Fusion der Betreiber Sirius und XM entstanden. Wegen der Notlage büßte das Unternehmen seither fast seinen ganzen Börsenwert ein.

Malones DirecTV ist der führende US-Anbieter von Satelliten-TV. Erzrivale Ergen hatte Sirus XM bereits länger schlucken wollen, zog nun aber den Kürzeren. Er hatte massiv Schuldtitel des Unternehmens aufgekauft, um als Gläubiger den Druck zu erhöhen. Mit dem frischen Geld von Liberty Media sollen die Schulden nun zurückgezahlt werden.

In den USA spielt Satellitenradio eine besondere Rolle. Durch den Übertragungsweg ist es in dem riesigen Land überall empfangbar. Gegen eine Abogebühr sind die Satelliten-Sender weitgehend werbefrei. (APA/dpa)

 

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