"Kommandanten werden zur Verantwortung gezogen"

18. Februar 2009, 10:57
35 Postings

Hans Rauscher im Gespräch mit Verteidigungsminister Norbert Darabos über Konsequenzen nach dem Unfall auf der A-22, Assistenzeinsatz und Eurofighter

Ja, es hat Verfehlungen gegeben, räumt Verteidigungsminister Norbert Darabos im Zusammenhang mit dem Unfall auf der A-22 in unmittelbarer Nähe eines Truppenübungsplatzes ein, der möglicherweise durch Nebelgranaten des Bundesheeres ausgelöst wurde. Die Schuldfrage werde von den Gerichten zu klären sein, so Darabos im Gespräch mit Hans Rauscher. Alle Truppenübungsplätze werden überprüft und der Minister geht davon aus, dass man auch bei anderen künftig vorsichtiger umgehen müsse.

Zum Unfall auf der A-22 hält Darabos fest, dass die Kommandaten werden zur Verantwortung gezogen werden. Welche Konsequenzen auf höherer Ebene gezogen werden, werde noch untersucht. Es habe jedoch bereits Verwarnungen an Offiziere gegeben, "die in der Öffentlichkeit Dinge behauptet haben, die nicht der Wahrheit entsprochen haben". Auf alle Fälle sei klar sichergestellt, dass den Wehrdienern, die die Verfehlung gemeldet hatten, nichts passieren werde.

"Sehr wohl eine wichtige Aufgabe" ist für Darabos der "Assistenzeinsatz light" an den Grenzen Österreichs, weshalb er bis zum Ende 2009 aufrecht erhalten bleibe. Dennoch solle dieser in nächster Zeit evaluiert werden. Zu den Eurofightern hält Darabos fest, dass er diese nicht wollte, mit Ende 2009 aber alle 15 in Betrieb seien. Sechs bis sieben davon seien immer flugtauglich, somit sei die Luftraumüberwachung garantiert. (rasch, derStandard.at, 18.2.2009)

Share if you care.